Live Session: Mit- oder Nebeneinander von Moderatoren- und Teilnehmer-Input?

Wir sind doch alle ein bisschen “meta”, oder? Dann würd ich gern meine Gedanken zur EinführungsLive-Session teilen. MOOCs und MOOCs mit Livesessions sind ja auch irgendwie ein wichtiger Trend, von dem einige überlegen, wie sie ihn für sich nutzbar machen könnten….

Der Rahmen

gut eine Stunde live mit 3 sichtbaren Moderatoren und bis gut 170 Teilnehmern:
Die beiden Themen waren aus organisatorischer Sicht m. E. 1) die Methodik der Trendstudien und 2) Fragen zu OpCo-Organisotorischem.
Kontinuierlich parallel dazu eine Chat-Option.

Erster Teil:  Parallelwelten

In der Aufzeichnung nachgehört und -gelesen waren Vorträge / Eräuterungen einerseits und Chat andererseits in der ersten halben bis dreiviertel Stunde für mich zwei verschiedene Veranstaltungen. Das war interessant – und iriitierend :

Ich konnte den Vorträgen nicht gut zuhören – die Rednerbilder sehr klein, keine optische Unterstützung – und im Chatfenster war viel Bewegung.

Ich konnte auch dem Chat nicht gut folgen: Es wurde wenig deutlich gemacht, auf wen oder was sich Chatbeiträge beziehen – bei 170 potenziellen Chattern eine echte Herausforderung. Sehr hilfreich wäre da z.B. ein Voranstellen des Bezugs durch  @ DanielW: Danke für den Link oder @AdobeConnect per Smartphone: …)

Und inhaltlich habe ich beobachtet, dass es im Input um die Methodik ging, im Chat aber viel mehr um konkrete Inhalte: z. B. Einsatzmöglichkeiten von Twitter in der Lehre.

Ist natürlich alles offen, ist ja *Op*Co – aber ich dachte auch:
Wie schade: So kommt weder das eine noch das andere richtig zum Zuge: Kein Austausch zur Methodik – keine Vertiefung der Inhalte (dIe wird ja auch eh erst Montag eingeläutet). Als der Ansichjtsmodus geändert wurde: Chatfenster größer (und gelichzeitig  zum Glück auch die Moderatoren etwas größer) – wurde in meinen Augen auch visuell deutlich, dass der Chat mehr Raum einnahm als das Moderatoren-Input.

Ich hab mich andererseits über einige der Links im Chatfenster sehr gefreut (v.a., dass man sie direkt anklicken konnte – wow!)  und sie auch gleich abgelegt… – aber dafür dann eben auch nicht so gut zugehört. Und ob ich den Links dann irgendwann  folge, weiß ich nicht… also wieder mal über das Potenzial gestolpert und dabei den Spatz aus der Hand gelassen?

2. Teil: Methodisch überzeugendes Miteinander

Und im zweiten Teil / letzten Drittel: war meine didaktisch-methodische Welt wieder in Ordnung (abgesehen davon, dass man die gesprochenen TN-Fragen nicht hören konnte): Chat und Moderatoren ergänzten sich; dass Marc Göcks zwischenzeitlich aus dem Chat Fragen zusammengefasst und an die anderen Moderatoren weitergegeben hat – war für mich 1A-Handhabung von methodischem Webinar-Werkzeug.

Was zieh ich für mich für Schlüsse?

  • Beim Einsatz paralleler Kommunikationskanäle – das Zusammenspiel mit seinen Konsequenzen bedenken.
  • Und immer wieder: Entweder lenken oder mit der Eigendynamik leben…

Dank an die Moderatoren und die Teilnehmer, die mich mal wieder denken lassen,

So – und damit dann hinein inhaltliche Vergnügen.

Jasmin