der LA-Kategorien-Generator

Learning Analytics: Wir sammeln, was mit dem Lernprozess zu tun hat.
So geht es nicht. Denke ich, je mehr ich dazu denke.

Die entsprechenden Seiten im Horizon Report, die Live-Session, Blogbeiträge und weiterfühenden Links / Artikel beziehen sich auf viele sehr verschiedene Dinge. Über die kannman m. E.  nicht generell einen Eimer Datenschutz-Sorge oder Lob auf Lerner-Unterstützung oder Unwohlsein wegen Hochbegabten- oder Lehrpersonal-Zusatzanforderung etc. ausschüttten.

Um was für Kategorien geht es hier? Und warum sind die nicht über einen Kamm zu scheren? Hier ein erster Kategoriesierungsversuch:

A Zielpersonen im Fokus der Datensammlung / Analyse

  1. der einzelne Lerner
  2. eine “Lern-Kohorte” (Teilnehmer eines Seminardurchlauf, eine Klasse zu einer Lerneinheit u. ä.)
  3. übergreifend: alle Teilnehmer eines Seminars / Programms / einer Lehrveranstaltung – in all seinen oder mehreren Durchläufen)

B Auswerter: Für wen werden die Daten oder die Ergebnisse der Analyse in erster Linie erstellt?

  1. für den individuellen Lerner
  2. für den Lehrenden
  3. für die Bildungsanbieter
  4. für allgemeinere Forschungungszwecke

C Zielrichtung: Was soll mit der Analyse erreicht werden?

  1. Bewertung des Lernfortschritts/-erfolges
  2. Vergleich der Leistungen
  3. Rechtzeitig über mögliche Lernschwierigkeiten infomiert sein
  4. Informationen zur Nutzung einzelner Funktionen / Bereiche bekommen (> Optimierung)
  5. Teilnehmer-Vorwissen einbeziehen

Die Elemente dieser drei Kategorien können kombiniert werden:

Die klassische Fragestellung “Kann ein Zertifikat ausgestellt werden?” führt z. B. zur  Betrachtug der Kombination: Zielpersonen im Fokus: einzelner Lerner; Auswerter: Lernerfolg; Zielrichtung: Bewertung des Lernerfolgs

Oder eine Frage wie  “Sollen wir weiterhin in paralleles Bereitstellen von HTML- und PDF-Versionen des Lehrmaterials investieren?” führt  zu einem kombinierten Blick auf: Zielpersonen im Fokus: übergreifend; Auswerter: für Anbieter; Zielrichtung: Informationen zur Nutzung einzelner Funktionen / Bereiche bekommen (> Optimierung)

Bereiche: Tradition – Potenzial – Grau

Tradition: Daraus ergeben sich Bereiche, die es immer schon gab – und oft aus offenkundiger Notwendigkeit, wie Feststellen des Lernerfolgs, um erfolgreiche Teilnahme zu bescheinigen – oder rechtzeitig den Lerner und/oder den Lehrenden auf mögliche Schwierigkeiten aufmerksam zu machen.

Potenzial: Dann ergeben sich neue Potenziale – wie bei der Auswertung des Nutzungsverhaltens durch Auszählen der Klicks und Informationen, von welchen Seiten zu welchen anderen User gehen – im anonymisierten Verfahren bei angemessener Erhebungsmenge sollte das kein Datenschutzproblem sein. Aber auch bezogen auf einzelne Lerner: Z. B. Erreichen die anderen Kursteilnehmer und die Lehrenden ihn über die Lernplattform oder betritt er die Plattform gar nicht?

Grau: Das ist vielleicht schon der Übergang zur Grauzone, wie hier und dort beschrieben: Was macht man mit Informationen über Zeiten, Zeiträume oder Orte des Lernens – in Kombination z. B. mit Blick auf Lernerfolg im Vergleich innerhalb der Gruppe? Kann man wirklich beurteilen, was die Daten bedeuten? Sind sie so vollständig/aussagekräftig, wie man meinen könnte?  (Warum sollte jemand nachts schlechter lernen als tagsüber? Was bedeuten geringe online-Zeiten – wenn jemand  alle Forenbeiträge / Texte ausgedruckt im Zug liest? etc.)

Was kann helfen, mit der Grauzone umzugehen?  Ich sammel hier v. a. schon genannte Aspekte: Verantwortungsvolle, weitsichtige Analyse; Respekt vor Datenschutz; unbedingte Transparenz den Teilnehmern gegenüber.

Fazit

Vielleicht hilft eine z. B. auf diese Weise differenzierende Herangehensweise, genauer zu bestimmen, was unter welchen Bedingungen für wen hilfreich, notwendig oder legitim ist.

Manche Einschätzung mag nur zutreffen für den Bereich Zielpersonen im Fokus: “eine Lern-Kohorte”, anderes nur für Auswerter “Lerner” – wieder anderes nur für die Kombination aus A2 und B3 und C2 etc.

Willkommen, wer hier die LA-Kategorien mitdenken, ausbauen oder umbauen mag.

“Mit diesem Thema verlassen wir die Komfortzone”, sagt Jochen Robes einleitend in der Live-Session. Prima! Das fühlt sich gleich viel OpCo-iger an…

Es grüßt
Jasmin Hamadeh

Serious Gaming: Zu welchem Problem passt diese schöne Lösung?

Die Beispielsammlungen sind eine wunderbare Quelle  und die Live-Session war anregend. Für mich wird durch die konkreten Beispiele das Potenzial von “online-Spielen in der Lehre” sehr deutlich – und bringt mir persönlich viel größeren Gewinn als  jede Diskussion über Spieltheorien.

Was ich im Wesentlichen daraus mitnehme – für die berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung

Wir haben da eine wunderbare Lösung: “Serious Gaming” – zu welchem Problem könnte sie passen?

Gar nicht so schwer zu beantworten, wie die polemische Frage vielleicht nahe zu legen scheint:
Motivation und Anwendungskontext schaffen:

  • Einstiegs- und Durchhaltemotivation (beides gerade in berufsbegleitender Bildung besonders bedeutsam)
  • Anwendungskontext für Lerntypen, die über das konkrete Beispiel den Einstieg / die eigene Relevanz des Themas finden,
  • Weg zum Erreichen von Lernzielen, die über ein “wissen, dass” hinaus gehen und Lerntransfer / Anwendungskompetenz anstreben:
  • Lernen durch Regeln Erkennen
  • Lernen durch das sich Erschließen komplexer Systeme
  • Lernen im Kontext
  • Lernen durch Anwenden

Brücke Spiel und Wirklichkeit

Ich erinnere mich, am Rande an Projekten mit sog. bildungsfernen Jugendlichen beteiligt gewesen zu sein. Die haben tatsächlich engagiert Europa- und Weltreisen-Spiele gespielt und dabei auch wirklich viel gelernt : Man musste ihnen allerdings die Brücke zur “Wirklichkeit” ausdrücklich bauen – und ihnen mitgeben, dass es z. B. diese Länder wirklich gibt, dass in Großbritannien wirklich links gefahren wird etc.

Nur – falls jemand fürchtet, dass hier mal wieder die Lehrenden von der Technik ersetzt werden…

Für bestehende Fort- und Weiterbildungsangebote sehe ich die Einbettung der Spiele in den entsprechenden Lernkontext (je nach Spiel natürlich) als Herausforderung auf Anbieterseite -  und auch Wege der Korrektur und Erläuterung (Qualitätskontrolle, Lernerfolgskontrolle) während des Spielverlaufs.

Was mich mal wieder wundert
Die Frage danach, ob man beim Spielen spüren darf, dass man lernt / ob der Lernhintergrund den “Spielcharakter verdirbt”.

Da ich ja von der Vermittlungsseite komme, ist in meinen Zusammenhängen immer klar: Es geht um eine Lernsituation. Und von der Seite des Lernens betrachtet ist das Spiel ein geschützter Anwendungskontext, in dem ich eine Rolle/Aufgabe habe, die mir hilft zu verstehen und anzuwenden. Und das Ganze hoffentlich freudvoller – als es sich in solchen Definitionen anhört.

Gleichzeitig: Was mich bremst
Ich stricke gern mal was von Hand – und eine Vielzahl didaktischer Methoden lässt sich im e-learning meiner Erfahrung nach ohne großen technischen  Aufwand umsetzen (dafür meist aber mit erheblichen Moderatorenaufwand).

Aber wenn ich etwas “Serious Gaming” nennen würde – dann würd ich es nicht mehr handgestrrickt haben wollen… Und Mittel für etwas anderes hätte ich nicht.

Kann es hier Lösungen mit Bordmitteln geben, die die Grundidee aufgreift, mit der die o.g. Ziele erreicht werden können – und Spaß macht? Ohne wie “Serious Gaming für Arme” auszusehen?

Oder tut man schon genau das, wenn man z. B. Fallbeispiele in Teams bearbeitet und je nach TN-Input  den Handlungsverlauf weiterentwickelt?

Vielleicht kann man – statt nach klaren Abgrenzungungen zu schauen – relevante Elemente identifizieren, die helfen, die eigenen Ziele zu erreichen -  und dann überlegen, wie man die für eigene Formate nutzbar machen kann?

Im ersten Schritt werde ich mich darauf verlegen müssen – und finde die Beispielsammlungen dafür sehr inspirierend. Vielleicht macht jemand von euch/Ihnen das ja auch schon so? Vielleicht gibt es Ideen/Erfahrungen für die kleine Lösung zum Einstieg – die man ggf. später auch vor potenziellen Geldtöpfen mal vorspielen kann, um sie “lecker zu machen”, eine professionellere Variante zu entwickeln… (wenn man dann noch etwas Elaborierteres braucht)?

Mal wieder sehr inspiriert
grüßt Jasmin Hamadeh

Tablets & Co – ich mach das so…

Eine Zwischenzusammenfassung! Das ist ein toller Service – der mich auch wirklich wieder ins Boot geholt hat. Dankeschön, Herr Wedekind!

Und mit diesem Ausflug in die Teilnehmerpserpektive wird mir mal wieder klar: Alles was hilft, einen Kanal zwischen Moderator/Kurs und Teilnehmer aufzubauen, ist gut (zumindest für den Teilnehmer…).

Was mich etwas gebremst hatte

Ich habe kein Tablet.

Nun ist es raus.
Ich schau es mir nur bei anderen an, befrage sie dazu wie zu einer seltenen Krankheit und lese darüber….

Und ich sehe die interessante Schnittstelle zum e-Learning in der berufsbegleitenen Fort- und Weiterbildung im Thema “mobile” – und da habe ich mein Pulver schon bei den “Mobile Apps” verschossen.

Dachte ich.

Aber nach dem Anschauen/-hören der Live Session und einiger Flme und Texte aus der Materialsammlung, packt es mich doch.

Die (für mich) interessanteste Merkmale von Tablets

(nicht unbedingt immer in Abgrenzung zu anderen Geräten)

  • extrem geringe Hochfahr-Zeiten
  • große Akku-Kapazität
  • gut zu transportieren (Gewicht, Dicke)
  • keine Tippgeräusche
  • kein Monitor, der für sonstige lernrelevante Kommunikation im gleichen physischen Raum im Weg steht
  • GPS-Funktion
  • berührungs-sensitiv

Es wird diskutiert, gesammelt, polemisiert, problematisiert, wie es sich mit Mehrwert und womöglich didaktischem Mehrwert verhält.

Für den Einsatz von Tablets in der Lehre

nehme ich daraus im Wesentlichen mit:

  1. Beim Einsatz von Tablets in einer Lernumgebung, die andere Mitlerner teilen (Klassenzimmer, Hörsaal, Seminarraum), wird die Kommunikation erleichtert (im Gegensatz zu Notebooks und PCs)
  2. für unterwegs: Erleichtern/Ermöglichen von situiertem Lernen (und ggf. Prüfen) – hier ist ggf. ein Smartphone geeigneter
  3. Lernen an der Schnittstelle zum Arbeiten (“Learning on demand” imweitesten Sinne) erleichtert/ermöglicht. u.U. auch als Teilbereich zu 2., wenn man unterwegs arbeitet, z.B. im Außendienst
  4. Option, kurze Leerzeiten zu Lernzeiten zu machen: kein langwieriges Hochfahren, also auch 10 min-Zeiträume können  zum Lesen, Wiederholen etc. genutzt werden.

Generelles

Tablets – aber auch Smartphones – können zu vermehrter – und Lernprozess unterstüzender – Kommunikation beitragen: durch Social Media Funktionen, aber auch im “direkten Echt-Kontakt”, indem sie Gesprächsanlasse bieten: inhatliche Anknüpfungspunkte und auch Austausch über die Technik. (Das fand ich spannend in den Goldau-Beiträgen, beim Projekt der Uni Kassel und auch in der Live-Session)

Und in der Fort- und Weiterbildung – berufsbegleitend?

Auch wenn ich der sehr altmodischen Meinung bin, komplexe Zusammenhänge lernt man am besten “zu Hause am Schreibtisch – und ohne jegliche Ablenkung, gern mit Zettel und Stift an der Seite…”, hab eich konkrete Ideen bekommen, was ich im Zusammenhang eines möglichen Einsatzes von Tablets tun könnte und wohl werde:

  • Ich kann mir vorstellen, der berufstätigen Zielgruppe unseres Angebots (Apotheker) mittelfristig hilfreiche Apps zusammenzustellen, wenn ich welche finde (nicht zu entwickeln…). Erst einmal, um zu zeigen, wo sich Tablets/Smartphones sinnvoll für ihre Fragestellungen einsetzen lassen (im ersten Schritt als Zusatznutzen und als “kleine Marktforschung” – noch nicht zum Erreichen inhaltlicher Ziele)
  • Die Selbst-Lerneinheiten für  Tablets und Smartphones aufbereiten (je nach Aufwand: mittelfristig oder langfristig)
  • Beim Einsatz der Lernplattform darauf achten, inwiefern sie über Tablets und auch Smartphones bedienbar sind. Ggf. auch als Entscheidungskriterium (Hat da jemand Erfahrungen?)
  • Prüfen, ob / wie ein schneller, unkomplizierter Kontakt zwischen Teilnehmern und Teilnehmern und Moderatoren via Tablet / Smartpone zu organisieren wäre – ohne zu überfordern (z. B. über eine Zwischenzusammenfassung, über die meine TN kurz informiert werden, Hinweis auf ein Fallbeispiel aus TN-Kreisen – die sie, wenn sie wollen, in der nächsten Leerzeit (Mittagspause, Zugfahrt nach Hause) lesen / durchdenken können… bevor sie sich dann später wieder konzentriert an den Schreibtisch setzen ;-)
  • Prüfen, wie situiertes Lernen mittel- oder langfristig mit Tablets oder Smartphones für unsere Zielgruppe möglich wäre. Z. B. Schnelles Recherchieren in Datenbanken zu Interaktionen zwischen Arzneimitteln, Synergien zwischen Seminar-Kollegen bei aktuellen Fragen oder Fallbeispielen (unmittelbar in Tablet / Smartpone eingeben – Kollegen antworten)
  • Die Idee, dass das Berührungssensitive ja einen eigenen Nutzen bringen könnte, finde ich auch jenseits des Kindergartens (s. Live-Session) spannend. Das ließe sich doch evtl. nutzen, um einfach einmal andere Sinne anzusprechen, da gibt es doch bestimmt auch schon neurologische Studien zu? Könnte man auch mal weiterdenken.

Was mich wundert

Kritische Anmerkungen wie “Möglichkeiten eines Tablets machen Lernen vielleicht interessanter, aber nicht besser”. “Interessanter” ist schon ein großer Wert in meinen Augen. Es entscheidet oft über die Fortsetzung oder Intensität der Teilnahme – damit steht und fällt ja der Lernprozess.

Und mich wundert das Bedürfnis herauszuarbeiten, was denn nur mit Tablets geht . “Das kann ein Smartphone doch auch” klingt in meinen Ohren, als sollte man es deshalb nicht mit einem Tablet umsetzen. Aber vielleicht ist das auch dem technischen Hintergrund geschuldet, den ich da leider nicht habe. Vielleicht ist man viel stärker in der Entscheidungssituation “für Smartphone” oder “für Tablet” als ich mir das vorstelle?

Fokussiert man wieder auf die Fragestellung:
Ich mache Unterricht für die Zielgruppe XY, mit den Herausforderungen YZ.
Wie kann Tablet-Einastz dabei helfen? – sind hier schon viele kleine interessante kleine Happen zusammen gekommen, finde ich.

Vermiteln – aktivieren – betreuen

Ich denke, man kann sich für seine eigenen Lehr-Formate gut an Gabi Reinmanns Ausführungen über “vermittlen – aktiviern und betreuen” entlang hangeln und zum Thema Tablets, aber auch Smartphones – und wohl zu jeder neuen Technologie überlegen, wie sie mittelfrisitg beitragen kann, die spezifischen Herausforderungen der Lehr-/Lernbedingungen zu meistern.

Ich freue mich über Rückmeldungen – v. a . zu “Tablets und Lernplattformen” und an welchen Stellen man sich – aus technischer Sicht – entscheiden muss, ob  man auf Tablet / Smartphone, Notebook / PC setzt…

Angeregt grüßt,
Jasmin Hamadeh

Mobile Apps: Einsatz erlaubt – schon bei erkennbarem Potenzial

In den Beiträgen zum Thema “Mobile Apps” waren einige für mich inspirierende Ansätze und Gedanken. Hier einmal zum Teilen:

Weitere Kategorisierungen für Einsatzszenarien

Claudia Bremer (Fokus Hochschulbereich) – Szenarien mobilen Lernens

  • Informationen zur Studienorganisation
  • In den Lehrveranstaltungen
  • Selbstlernphasen
  • Location based Learning

Wilke H. Riesenbeck unterscheidet folgende Anwendungsszenarien für mobile Apps

  • Service Apps
  • Nice to have Apps
  • Situierte Apps (am  Ort oder Objekt des Lernens)

Wobei die “Nice to have” Kategorie meines Erachtens schwer abzugrenzen ist – da scheint es mir eine Frage des didaktischen Konzepts zu sein, ob oder wie die entsprechenden Apps in den Lernprozess integriert werden. Ich nehme an, die meisten  “Must have”s waren “Nice to have”s als sie klein waren…

Und das beides passt gut zu meiner Einstiegsüberlegungen zu Einsatz-Szenarien, die ich jetzt mal vor dem Hintergrund der neuen Impulse ergänze/umformuliere:

Einsatz von Apps für mobile Endgeräte

  1. als Service rund um den Lernprozess
  2. in Präsenz-Lehrveranstaltungen (Teilnehmer-Input integrieren)
  3. für “situiertes Lernen
  4. an bestimmten Orten zu Sammlung von Daten / Informationen für den Lernprozess
  5. für räumliche Flexibilität des Lernprozesses
  6. für formatives oder summatives Prüfen von Lernerfolgen
    (Ergänzung durch einen Kommentar zu meinem Artikel von “Andreas”)

An dieser Stelle auch Dank an http://annsichten.blogspot.de/2012/05/lernen-mit-apps.html für den Hinweis auf whriesenbeck und die erfrischenden Beispiele von Bildungs-Apps – im weitesten Sinne.

Fokus berufliche Weiterbildung

Mein Fokus ist die berufliche Weiterbildung -  ich springe also an auf Gedanken wie die von Oliver Basel.
Und ich nehme daraus mit:

  • Was ist sinnvoll für Blended-Learning / moderierte online-Seminare mit 12 – 20 Teilnehmern? (Im Gegensatz zu Großveranstaltungen)
  • Smartphones können (noch?) nicht für alle Teilnehmer vorausgesetzt werden
  • PC/Notebook sollen auch Substitute sein dürfen: Ich übersetze das für mich so: Wenn man eine sinnvolle App einsetzen kann/entwickelt hat, warum sollte man sie nicht auch über PC/Notebook/Mac/Tablet nutzbar machen?
  • Die ermutigende Tatsache, dass er Apps gefunden hat, die sich seiner Meinung nach gut in Blended Learning Konzepte integrieren lassen

Im Zentrum die Frage nach dem Mehrwert

In Auseinandersetzung mit der Session mit zitiert Matthias Herrmann Christoph Igel mit der Forderung nach einem “didaktischen Mehrwert”.

Wobei ich anmerken möchte, didaktischer Mehrwert ist natürlich immer eine gute Sache – aber Mehrwert an sich ist auch schon nicht schlecht: Der gleiche “didaktische Wert” mit mehr Flexibilität o.ä. wäre auch ein Fortschritt / könnte helfen Herausforderungen in Bezug auf die Organisation von Lernen zu begegnen.

Wilke H. Riesenbeck sucht nach “funktionalem Mehrwert”

Und schließt:”… mobiles Lernen erst dann einen wirklichen Mehrwert bietet, wenn die Lernenden tatsächlich einen Bedarf an Mobilität haben und der Inhalt überhaupt mobil erlernbar ist. Für alle Didaktiker bedeutet dies Mobile Apps in ihren Methodenpool aufzunehmen und nur bei wirklichem Bedarf auch tatsächlich anzuwenden.””

Ich unterstütze das (auch wenn in meiner Welt eine Technologie keine Methode ist, aber es ist ja klar, was gemeint ist) und würde das Feld nach den schönen Beispielen und Gedanken aus den Beiträgen zu diesem Thema öffnen wollen:

Mobile Apps einsetzen bei wirklichem Bedarf oder  erkennbarem Potenzial. Wenn man nicht ausprobiert und dann zeigen kann, was möglich ist, wird auch keiner einen Bedarf haben/formulieren. Wer hatte z. B. vor fünf Jahren schon “Smartphone-Bedarf”?

Das geht doch als Schlusswort durch, oder?
Danke allen, die ihre Gedanken zu diesem Thema geteilt haben,
Jasmin Hamadeh

App + mobile = sinnvoller Einsatz in der Bildung?

Lasse ich mich also auf  den Einstieg über die Technologie ein:

Was zeichnet ein “mobile App” aus?

Was ist eine App: bisher sage ich mal gänzlich salopp und laienhaft: ein kleines Programm. Und ergänze aus der Literatur: unaufwändig in der Herstellung und Nutzung, günstig im Erwerb, maßgeschneidert, fügt sich in das Leistungsspektrum des Endgeräts ein.

Wie kommt das “mobile” zum Tragen (auch im wörtlichen Sinne ;-)): Über Handies  mit Smartphone-Funktionen , iPhones – und Tablet-PCs – oder gelten die im strengen Sinne nicht als “mobile”? Mir fehlt der technische Hintergrund für eine saubere Abgrenzung. Falls die aber wichtig ist – freu ich mich, wenn jemand Ordnung in meine Kategorien bringt.

Was heißt das – im günstigsten Fall -  für den Bildungsbereich?

Maßgeschneidert, günstig, unaufwändig und kompatibel ist irgendwie immer hilfreich – auch im Bildungsbereich. Was könnte man aber “stricken” – das in mobiler Nutzung sinnvoll zum Einsatz kommt?

Ich sehe folgende vier Szenarien, in denen “mobile Apps” etwas können, was sonst nicht oder nur mit mehr Aufwand erreicht werden kann: Weiterlesen

Live Session: Mit- oder Nebeneinander von Moderatoren- und Teilnehmer-Input?

Wir sind doch alle ein bisschen “meta”, oder? Dann würd ich gern meine Gedanken zur EinführungsLive-Session teilen. MOOCs und MOOCs mit Livesessions sind ja auch irgendwie ein wichtiger Trend, von dem einige überlegen, wie sie ihn für sich nutzbar machen könnten….

Der Rahmen

gut eine Stunde live mit 3 sichtbaren Moderatoren und bis gut 170 Teilnehmern:
Die beiden Themen waren aus organisatorischer Sicht m. E. 1) die Methodik der Trendstudien und 2) Fragen zu OpCo-Organisotorischem.
Kontinuierlich parallel dazu eine Chat-Option.

Erster Teil:  Parallelwelten

In der Aufzeichnung nachgehört und -gelesen waren Vorträge / Eräuterungen einerseits und Chat andererseits in der ersten halben bis dreiviertel Stunde für mich zwei verschiedene Veranstaltungen. Das war interessant – und iriitierend :

Ich konnte den Vorträgen nicht gut zuhören – die Rednerbilder sehr klein, keine optische Unterstützung – und im Chatfenster war viel Bewegung.

Ich konnte auch dem Chat nicht gut folgen: Es wurde wenig deutlich gemacht, auf wen oder was sich Chatbeiträge beziehen – bei 170 potenziellen Chattern eine echte Herausforderung. Sehr hilfreich wäre da z.B. ein Voranstellen des Bezugs durch  @ DanielW: Danke für den Link oder @AdobeConnect per Smartphone: …)

Und inhaltlich habe ich beobachtet, dass es im Input um die Methodik ging, im Chat aber viel mehr um konkrete Inhalte: z. B. Einsatzmöglichkeiten von Twitter in der Lehre.

Ist natürlich alles offen, ist ja *Op*Co – aber ich dachte auch:
Wie schade: So kommt weder das eine noch das andere richtig zum Zuge: Kein Austausch zur Methodik – keine Vertiefung der Inhalte (dIe wird ja auch eh erst Montag eingeläutet). Als der Ansichjtsmodus geändert wurde: Chatfenster größer (und gelichzeitig  zum Glück auch die Moderatoren etwas größer) – wurde in meinen Augen auch visuell deutlich, dass der Chat mehr Raum einnahm als das Moderatoren-Input.

Ich hab mich andererseits über einige der Links im Chatfenster sehr gefreut (v.a., dass man sie direkt anklicken konnte – wow!)  und sie auch gleich abgelegt… – aber dafür dann eben auch nicht so gut zugehört. Und ob ich den Links dann irgendwann  folge, weiß ich nicht… also wieder mal über das Potenzial gestolpert und dabei den Spatz aus der Hand gelassen?

2. Teil: Methodisch überzeugendes Miteinander

Und im zweiten Teil / letzten Drittel: war meine didaktisch-methodische Welt wieder in Ordnung (abgesehen davon, dass man die gesprochenen TN-Fragen nicht hören konnte): Chat und Moderatoren ergänzten sich; dass Marc Göcks zwischenzeitlich aus dem Chat Fragen zusammengefasst und an die anderen Moderatoren weitergegeben hat – war für mich 1A-Handhabung von methodischem Webinar-Werkzeug.

Was zieh ich für mich für Schlüsse?

  • Beim Einsatz paralleler Kommunikationskanäle – das Zusammenspiel mit seinen Konsequenzen bedenken.
  • Und immer wieder: Entweder lenken oder mit der Eigendynamik leben…

Dank an die Moderatoren und die Teilnehmer, die mich mal wieder denken lassen,

So – und damit dann hinein inhaltliche Vergnügen.

Jasmin

 

Was zuerst: Technologien? Schlüsseltrends? Herausforderungen?

Opco12 – ich freu mich auf dich – OpCo12ler – ich freu mich auf euch.

Den Horizon Report hätte ich einfach abgelegt. Oder nicht einmal das. Und nun ist er Grundlage des OpCo12 – und den hatte ich mir sehr gewünscht.

Also die Idee / Hintergründe des Reports zu verstehen versucht, OpCO Auftaktbeiträge gelesen, und hier stehe ich nun: Reports vergleichen und über die Methodik reflektieren? Nicht meine Baustelle. Dachte ich. Weiterlesen