vom Micro-Lernen satt geworden

… zumindest bin ich am Ende einer Phase eines (mehr oder weniger) “kollaborativen Verdauungskreislauf aus Web 2.0 Modulen”.

Ich habe die Live-Session mit Martin Lindner nachgearbeitet, Blogposts und Tweets gelesen und denke:

Es geht gar nicht um Micro-Lernen. Es geht – mal wieder – um den Abgesang von Lernen in vorgegebenen Szenarien mit festgelegten Lernzielen (Entschuldigung, das ich das immer noch so nenne, ich komme mir selbst allmählich komisch vor ;-) )

Oder vielleicht weniger polemisch: Micro-Lernen, wie es v. a. im Vortrag vorgestellt wird, hat folgende Prämissen:

  • Es geht nicht um herkömmliches “Lernen”, sondern um “Wissensarbeit”.
  • Über “beiläufige Aufmerksamkeit” soll der “Wissensarbeiter” erreicht werden.
  • Es muss der “Eindruck von Einfachheit erzeugt” werden.
  • “Informationen müssen unangestrengt fließen” und so “automatisches Lernen” mit sich bringen.

Ich glaube sofort, dass das einen Reiz hat, dem ich auch selbst gern mal erliege – und manchmal auch ganz bewusst. Und vielleichtbezahle ich auch manchmal Geld dafür… Weiterlesen

Formate für Micro-Learning / ab “mittelgroß” eigentlich didaktische Methoden / Lernszenarien

Idee: Microlearning – in verschiedenen Formaten

Anregung aus: http://ietherpad.com/microlearning00

Formate:

opco-designer sich das mal überlegen: neue formate – zeitlich gesehen. Was wir grad haben ist: eine Woche “Selbststudium” und ein bisschen Kommunikation und dann 1 Stunde Vortrag mit Diskussion oder Gruppenarbeit

Anja Wagner und ich haben ja mal vor 2 jahren überlegt, wie so ein selbstgesteuertes gruppenlernen so designt werden könnte, dass es zeitlich ökonomisch gehen kann. das war: 7 leute verfolgen ein “lernprojekt” mit klarem zeitplan, spielregeln, resultat. zeitlich so, dass es “nebenher” machbar ist, für berufstätige. (darüber haben wir zwei ja damals eh geredet, fällt mir ein:) wie ein WoW-Raid, quasi. oder die “sprints” von scrum-programmierern.
Das ist interessant! Man muss überlegen, für welche Lernprojekte das Format infrage kommt. Jedes Lernprojekt/Lernvorhaben hängt mit der Zeit, die es braucht, vom Gegenstand ab.(…) Es gibt kleinere und größere Formate.
(…) “kurz”, “mittel”, “lang”, also 3 Formatgrößen zur Auswahl wär schon gut.
wir hatten damals die idee von 3 monaten, mit 2wöchigen online-echtzeittreffen, ein thema, rotierende rollen nach einem art drehbuch, dazu eine vorpräparierte webapp-umgebung (alles natürlich änderbar & anpassbar, aber als vorleistung, damit man gleich loslegen kann). am ende ein kollektives “produkt”, das man vorzeigen kann. zusammen mit dem prozess auch auf wunsch zertifizierbar. “
__________________________________________________________________

Was könnte ich an Micro-Learning-Aktivitäten / Elementen sinnvoll einbinden?

 

kleinklein – aber kontinuierlich im Kursverlauf

 

über Twitter: Hashtag für die einzelnen Kurse, darüber dann Hinweis zu neuen Blogposts, zu meilensteinartigen neu eingestellten Beiträgen im Forum (Zwischenzusammenfassungen etc.) usw.

Audioboos, themenbezogen, auch als MP3 zum Downloaden

 

über 1 – 2 Wochen mit den TN

 

arbeitsteilig / in verschiedenen Rollen Informationen, Bsp. Argumente etc. zusammentragen in WIKIs, Etherpads, einem gemeinsamen Blog o. ä. – in einstündigem VC mit vorgegebener Struktur / Aufgaben vor dem Hintergrund einer konkreten Fragestellung zusammenführen (siehe auch Konzert à la Spannagel)

 

Hm – liste ich bei allem “größer als kleinklein” nicht eigentlich didaktische Methode auf, die sich eben aus Einzel-Elementen zusammensetzen…? Und mehr oder weniger umfangreich sind? Und beim Format “groß” würde ich dann über Lernszenarien nachdenken?

 

Äh – ich leg das erstmal wieder zur Seite und schau, was der Vortrag an Impulsen bringt…

 

Jasmin, die sich irgendwie gerade im didaktischen Mikro-Kreis dreht… (daher – erstmal? – ohne opco11-Tag, halbprivat…)

 

Nachtrag 02.07.2011: Nun durch “alles” durch-gelernt” – und ich bleibe bei der Einschätzung s. o. – mehr dazu  im Extra-Post