Sinnvolle Verzahnung von formalem und informellen Lernen: Nabelschau

Brückenbedürfnis

bruecke_clipartBei dem Lektürestudium zum Thema “formales und informelles Lernen” (im Zusammenhang mit meinen / unseren Überlegungen hier und hier) wächst mein Bedürfnis nach Brücken zum Alltag. Daher hier ein Aufruf zur Nabelschau:

Zielgruppe “e-Learning-Akteure“: An welchen formalen Lernprozessen haben Sie in den letzten ein, zwei Jahren teilgenommen / nehmen Sie gerade teil? “Formal” hier im Sinne von institutionell eingebunden, mit Curriculum / Lehrplan, Lernerfolgskontrollen / Bewertungen und auf irgend eine Weise dokumentiertem Abschluss – auch Anbieter- oder Unternehmensinterne “Abschlüsse”.

Warum nicht einfach mal fragen?

Schauen wir doch mal, wie weit wir kommen – mit einer kleinen anonyme Umfrage dazu.

tafel_aufgabe_clipartZum einen, um aus individuellen Perspektiven mögliche “Unique Selling Points” von formalen Lernprozessen zu sammeln – zum anderen auch, um zu schauen, ob für die Aktivitäten-Bereiche, die ich im Kreis “meiner Leser/innen” – und deren Kreisen – vermute, überhaupt attraktive formale Angebote gibt. Und wenn es sie gibt: Was sie attraktiv macht.

Vielleicht sind Sie nicht sicher, ob Sie” e-Learning-Akteur/in” sind? Ob das, woran Sie teilgenommen haben, nun “formal genug” ist – auch weil ich mich da (noch?) nicht auf Defiitionen festlegen mag. Macht nichts – trotzdem gern mitmachen und weitersagen. Ist ja ein Anfang und gerade die Grenzbereiche, die sich dabei auftun, bergen wahrscheinlich besondere Erkenntnisse. Es geht ja erst einmal um eine Annäherung. Also: Ich freue mich sehr über Ihre Teilnahme und die Verbreitung der Umfrage.

Und dann?

Vielleicht kann man daraus exemplarisch Schlüsse ziehen / Thesen bilden für Gebiete, in denen es keinen etablierten “Kanon”, keine bewährten Curricula o. ä. gibt – und/oder zu einer “medienkompeteten Zielgruppe“, die zudem auch noch in der Lage ist, sich viele Bereiche selbst zu erarbeiten.

Ich sammel bis Ende Mai und gebe im Laufe des Juni hier im Blog weiter, welche Ergebnisse, Erkenntnisse, Thesen, Fragen etc. ich aus den Antworten gewinne.

Und nun zur Umfrage

alte_dame_pc_clipartEgal, ob Sie einen vhs-Kurs zu Photoshop gemacht haben oder einen Social Media MBA, ob Sie ein Wochenendseminar zum online-Schreiben oder eine Webinarreihe zu WORDPRESS besucht haben – füllen Sie gern das Formular aus (6 kurze Fragen).
Gern auch mehrfach – pro Formular immer eine “Schulung”/”Maßnahme” o. ä.

anonyme Umfrage Formales Lernen 2013

In welchem Bereich haben Sie in den letzten ein oder zwei Jahren an einer formal organisierten Fort- oder Weiterbildung teilgenommen?

Wie sah diese "Maßnahme" aus? Zeitraum, Stunden "Lernzeit", reine Präsenz? e-Learning- oder Blended-Learning-Format?

War/Ist das eine unternehmensinterne Maßnahme? Oder bei einem externen Anbieter? (Wenn Sie es weitergeben mögen: Bei welchem?)

Gab es einen Abschluss? Was für einen (IHK-Zeugnis, Haus-Zertifikat, MBA...)?

Was haben Sie dafür bezahlt? Hat jemand (z. B. der Arbeitgeber) die Kosten oder einen Teil davon übernommen?

Warum haben Sie diesen Weg gewählt, statt rein selbstgesteuert zu Antworten, Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kompetenzen ... in dem Bereich zu gelangen?

Womit beschäftigen Sie sich beruflich schwerpunktmäßig?

Raum für Kommentare

Dank und Gruß von
Jasmin Hamadeh

*alle Grafiken des Artikels aus der Microsoft Clipart-Sammlung

das Beste aus zwei Lernwelten

Seminare? Zur Not…

Wie lernen Sie, wenn Sie…

  • Windows 8 verstehen wollen?
  • die neue Funktionen für EXCEL 2013 anwenden können müssen?
  • ein Backup für die WordPress-Seite erstellen sollten?

oder auch wenn Sie

  • Zugang zu klassischer Musik finden?nachvollziehen möchten, wie es zur Gründung der Vereinten Nationen kam…
  • wie die Kunst von Hans Arp einzuordenen ist…
  • einen Zugang zu klassischer Musik finden wollen…
  • Ihr Business English aufbessern müssen…

Ich mach das so

Ich schau im Internet – ganz klassisch über eine Suchmaschine (bei mir ist das Ixquick), ob ich da was finde, das mir zumindest einen Einstieg gibt. Ich suche auch nach Tutorials über youtube. Zur Not gehe ich auch in Fachforen.

Als gut organisierte und disziplinierte Selbstlernerin glaube ich, “den Rest” schaff ich dann selbst – auch wenn das gegen eine Vielzahl meiner didaktische Überzeugungen ist, die ich anderen gegenüber habe, u.a. in Hinblick auf “Misconceptions” und Lernzielebenen…

"eigene Leute online fragen"Finde ich da nicht, was ich suche, frage ich “meine Leute“, ob die eine Idee haben, wo ich was Passendes finde – meist auch über den online-Weg: Mails, vielleicht Twitter, vielleicht eine Google+ Community, wenn es sich thematisch anbietet.

Und wenn es gar nicht anders geht – weil ich nicht finde, was ich brauche – oder merke, dass ich mit dem Angebotenen nicht weiterkomme – dann schau ich vielleicht, ob ich das Thema fallenlassen kann…

Kann ich nicht? Dann würde ich schauen, ob ich ein SEMINAR o. ä. dazu finde. Erst dann. Und nicht, weil ich mich gegen klassische Lehre entschieden hätte oder nicht gern Leute treffe – ganz im Gegenteil! Nur geben das die Umstände im Moment nicht her. Oder anders: Wenn ich mich auf feste Zeiten für Treffen/Kontakte einlasse, dann sind meine Prioritäten: Freunde und sehr ausgewählte Netzwerktreffen.

Das machen viele so, die ich kenne. Ich vermute, das hat etwas Repräsentatives… Da gibt es doch bestimmt Studien zu? Ich freue mich über Hinweise!

Intro – nicht Abgesang

Und ist diese Erkenntnis jetzt der (unoriginelle und schon oft angestimmte) Abgesang auf formales Lernen in Seminaren u.ä.? Nein nein.

Ganz im Gegenteil: Das ist das Intro zu: Wie können wir die gut geeigneten und akzeptierten  Wege des informellen Lernens nutzen, um formale Angebote zu entlasten, effektiver zu machen, attraktiver, günstiger oder oder? Fokus online-Lernen.

Der Plan der Plan

  • Status Quo feststellen: Vorauswahl & Vorauswertung, was zu dem Thema bereits zu finden ist.
  • Sammeln und clustern: Wie wird informell gelernt? S.o. – Arten von Informationsquellen, auch “informelle Formate” wie MOOCs, Fachforen, online-Communities für ein Lernen über reine Wissenvermittlung hinaus – aber auch – für welche Fragestellungen/Zielsetzungen funktioniert das? Wie effektiv? Wie “gesichert” ist die Qualität der “Ergebnisse”?
  • parallel herausarbeiten: Was sind – aus Perspektive der Lernenden – die spezifischen Qualitäten formaler Lernprozesse, was sind ihre USPs?
  • Daraus konkrete Szenarien sammeln, entwickeln, clustern: Wie lässt sich Informelles an formale Angebote koppeln – oder offener: Wie lässt sich aus der Kombination informeller mit formalen Lernprozessen etwas Sinnvolles schaffen? Sinnvoll im Sinne von z. B. “es ermöglicht etwas”, “es vereinfacht etwas”, “es verbessert etwas”.

Ein naiver Plan? Viel zu weites Feld? Mag sein. Andererseiits – das soll nicht zwangsläufig Dissertations-Umfang oder -Charakter haben – und wichtiger als z. B. eine Vollständigkeit der Status-Quo-Recherche sind mir hier greifbare, umsetzbare Szenarien.

ZielsetzungZielsetzung

Szenarien finden und beschreiben, die mit der sinnvollen Kombination aus formalen und informellen Lernprozessen einerseits das Portfolio von Bildungsanbietern sinnvoll ergänzen/verändern  – und andererseits einer Vielzahl von Lernenden adäquate Lernformate von hoher, gesicherter oder zunmmindest transparenter Qualität eröffnet.

Mitdenker/innen willkommen! Ebenso Informationen zu möglichen Schnittstellen zu Vorhaben anderer, zu möglichen Projektmitteln o.ä., gut gemeinte Warnungen und Empfehlungen, Praxis-Beispiele, Links, Impulse.

Oder hat das schon jemand gut aufgearbeitet & erarbeitet, auf dessen Ergebnissen man weiter denken kann – oder gar nicht mehr muss?

Ich werde Zwischenstände bloggen und freue mich auf austauschintensive Monate.

 

*alle Grafiken des Artikels aus der Microsoft Clipart-Sammlung

Twitterchat: Spannendes Format!? Moderation? Retweeten?

Danke Webgrrls  für den ersten Twitterchat „Lernen, Lehren, Training“ ,
der u. a. im Nachgang zu Opco11 von Teilnehmern angeboten wurde.

Thema: Brauchen wir noch Kurse oder lernen wir informell?
Termin: 4.8.2011, 17:30 Uhr bis ca. 19 Uhr

Ich profitiere vom Nachlesen (konnte nicht live dabei sein) – schön “alte OpCo-Bekannte” wieder zu sehen – und auch schön zu sehen, dass es da draußen noch mehr Leute gibt, die sich “social media-mäßig” mit Lern- und Lehrthemen beschäftigen.

Mal sehen, ob ich im Gegenzug etwas “reingeben” kann:


Format Tweetchat – technischer Zugang

Als Neuling im Tweetchat (und nicht mal live dabei gewesen… ) hab ich mich erst einmal am Format “abgearbeitet” – vielleicht für potenzielle Teilnehmer weiterer Tweetchats wissenswert: Weiterlesen

frisch aus der Qualitätsmühle: von hüben nach drüben

oh oh – Woche 11 und ich hänge noch in der Qualitätsmühle… nützt ja nix, da muss ich erstmal durch, vielleicht kommt noch jemand mit? Ich monologisier mal (wieder) ein bisschen ungehemmt:

Warum sollte man sich überhaupt Gedanken dazu machen: Die Verantwortung für den Lernprozess liegt doch mehr und mehr bei den Lernenden.

Tja, irgendwie schon. Aber: Wenn wir Bedingungen schaffen könnten, unter denen Menschen nachhaltiger, motivierter, anwendbarer, reflektierter, einfacher usw. (um nicht zu sagen “besser”…) lernen – wäre das nicht wirklich mal ein sinnvoller Beitrag zur Gesellschaft oder wozu auch immer?

Also los: Ulf Ehlers fragt u. a. in seinem Vortrag am Mittwoch nach einer möglichen “Passung von offenen Lernformen und geschlossenen Institutionen” – und findet damit ein weiteres Bild für den Brückenbau zwischen informellem und formellen Lernen.

Ich schleich jetzt schon eine Weile  um die beiden Pole drum herum und starte im formalen Lernen: Weiterlesen