Mobile Apps: Einsatz erlaubt – schon bei erkennbarem Potenzial

In den Beiträgen zum Thema “Mobile Apps” waren einige für mich inspirierende Ansätze und Gedanken. Hier einmal zum Teilen:

Weitere Kategorisierungen für Einsatzszenarien

Claudia Bremer (Fokus Hochschulbereich) – Szenarien mobilen Lernens

  • Informationen zur Studienorganisation
  • In den Lehrveranstaltungen
  • Selbstlernphasen
  • Location based Learning

Wilke H. Riesenbeck unterscheidet folgende Anwendungsszenarien für mobile Apps

  • Service Apps
  • Nice to have Apps
  • Situierte Apps (am  Ort oder Objekt des Lernens)

Wobei die “Nice to have” Kategorie meines Erachtens schwer abzugrenzen ist – da scheint es mir eine Frage des didaktischen Konzepts zu sein, ob oder wie die entsprechenden Apps in den Lernprozess integriert werden. Ich nehme an, die meisten  “Must have”s waren “Nice to have”s als sie klein waren…

Und das beides passt gut zu meiner Einstiegsüberlegungen zu Einsatz-Szenarien, die ich jetzt mal vor dem Hintergrund der neuen Impulse ergänze/umformuliere:

Einsatz von Apps für mobile Endgeräte

  1. als Service rund um den Lernprozess
  2. in Präsenz-Lehrveranstaltungen (Teilnehmer-Input integrieren)
  3. für “situiertes Lernen
  4. an bestimmten Orten zu Sammlung von Daten / Informationen für den Lernprozess
  5. für räumliche Flexibilität des Lernprozesses
  6. für formatives oder summatives Prüfen von Lernerfolgen
    (Ergänzung durch einen Kommentar zu meinem Artikel von “Andreas”)

An dieser Stelle auch Dank an http://annsichten.blogspot.de/2012/05/lernen-mit-apps.html für den Hinweis auf whriesenbeck und die erfrischenden Beispiele von Bildungs-Apps – im weitesten Sinne.

Fokus berufliche Weiterbildung

Mein Fokus ist die berufliche Weiterbildung -  ich springe also an auf Gedanken wie die von Oliver Basel.
Und ich nehme daraus mit:

  • Was ist sinnvoll für Blended-Learning / moderierte online-Seminare mit 12 – 20 Teilnehmern? (Im Gegensatz zu Großveranstaltungen)
  • Smartphones können (noch?) nicht für alle Teilnehmer vorausgesetzt werden
  • PC/Notebook sollen auch Substitute sein dürfen: Ich übersetze das für mich so: Wenn man eine sinnvolle App einsetzen kann/entwickelt hat, warum sollte man sie nicht auch über PC/Notebook/Mac/Tablet nutzbar machen?
  • Die ermutigende Tatsache, dass er Apps gefunden hat, die sich seiner Meinung nach gut in Blended Learning Konzepte integrieren lassen

Im Zentrum die Frage nach dem Mehrwert

In Auseinandersetzung mit der Session mit zitiert Matthias Herrmann Christoph Igel mit der Forderung nach einem “didaktischen Mehrwert”.

Wobei ich anmerken möchte, didaktischer Mehrwert ist natürlich immer eine gute Sache – aber Mehrwert an sich ist auch schon nicht schlecht: Der gleiche “didaktische Wert” mit mehr Flexibilität o.ä. wäre auch ein Fortschritt / könnte helfen Herausforderungen in Bezug auf die Organisation von Lernen zu begegnen.

Wilke H. Riesenbeck sucht nach “funktionalem Mehrwert”

Und schließt:”… mobiles Lernen erst dann einen wirklichen Mehrwert bietet, wenn die Lernenden tatsächlich einen Bedarf an Mobilität haben und der Inhalt überhaupt mobil erlernbar ist. Für alle Didaktiker bedeutet dies Mobile Apps in ihren Methodenpool aufzunehmen und nur bei wirklichem Bedarf auch tatsächlich anzuwenden.””

Ich unterstütze das (auch wenn in meiner Welt eine Technologie keine Methode ist, aber es ist ja klar, was gemeint ist) und würde das Feld nach den schönen Beispielen und Gedanken aus den Beiträgen zu diesem Thema öffnen wollen:

Mobile Apps einsetzen bei wirklichem Bedarf oder  erkennbarem Potenzial. Wenn man nicht ausprobiert und dann zeigen kann, was möglich ist, wird auch keiner einen Bedarf haben/formulieren. Wer hatte z. B. vor fünf Jahren schon “Smartphone-Bedarf”?

Das geht doch als Schlusswort durch, oder?
Danke allen, die ihre Gedanken zu diesem Thema geteilt haben,
Jasmin Hamadeh