Was zuerst: Technologien? Schlüsseltrends? Herausforderungen?

Opco12 – ich freu mich auf dich – OpCo12ler – ich freu mich auf euch.

Den Horizon Report hätte ich einfach abgelegt. Oder nicht einmal das. Und nun ist er Grundlage des OpCo12 – und den hatte ich mir sehr gewünscht.

Also die Idee / Hintergründe des Reports zu verstehen versucht, OpCO Auftaktbeiträge gelesen, und hier stehe ich nun: Reports vergleichen und über die Methodik reflektieren? Nicht meine Baustelle. Dachte ich.

Ich möchte relevante Bereiche für die Weiterentwicklung von e-Learning-Angeboten verstehen und diskutieren – und schön, dass da jemand die Arbeit übernommen hat, eine begründetete Auswahl zu treffen und Material zu sammeln, sortieren und aufzubereiten.

Dann habe ich mir Dörtes schöne Gegenüberstellung der in den Horizon Rerports als relevant angesehenen Technologien 2005 – 2012 angeschaut… und gedacht:

  • Ach ja, was ist eigentlich z. B. aus den e-Books geworden?
  • Kann man Technologien wie “e-Book” und “mobile Endgeräte” nebeneinander stellen? Oder sind das ganz unterschiedliche Ebenen?
  • Und ist z. B. “Collective Intelligence” (aus dem Report 2008)  – nicht auch das, was im Schlüsseltrend 3 (Kollaboration in Arbeits- und deshalb auch Studienwelt) beschrieben ist?
  • Was ist denn Technologie und was Trend?

Also steck ich mitten drin in den methodischen Überlegungen und im Vergleich der in den Reports vermuteten Trends. So ein  Glück, dann kann ich hier ja doch schon einsteigen ;-)

als Anregung

Der Einstieg über die Technologien hat seinen Charme, weil sie relativ greifbar sind (Sind sie? Könnte sich auch als Irrglaube heraus stellen). Inhaltlich fände ich einen Einstieg über die Schlüsseltrends und Herausforderungen sinnvoller – um dann zu schauen:

  1. Inwiefern können die vorgestellten Technologien die Trends unterstützen?
  2. Wie tragen sie dazu bei, die Herausforderungen zu meistern?
  3. Für welche Herausforderungen müssen im spezifischen Kontext dieser Technologien Lösungen gefunden werden – und welche gäbe es?

Aber es ist, wie es ist. Also werde ich anders herum dran gehen und versuchen – im Zusammenhang der diskutierten Technologien herauszufinden:

  1. Welche Trends unterstützen sie?
  2. Welche Herausforderungen helfen sie meistern?
  3. Welche Herausforderungen bringen sie mit sich – und wie könnte man die entschärfen?

Das ist meine Ausgangsfrage – und mit den Ergebnissen möchte ich meine e-Learning-Beratung und unser aktuelles Seminarangebot bereichern. Ich setze 6 h/Woche… – könnte mir aber vorstellen, dass ihr den Kurs hochtreibt ;-)

Los geht’s! Jasmin

 

 

 

 

5 Gedanken zu “Was zuerst: Technologien? Schlüsseltrends? Herausforderungen?

  1. #opco12
    Hallo Jasmin,
    die Frage, welche Herausforderungen die Trends mit sich bringen, finde ich auch sehr interessant und bin durch meine Zusammenfassung des Reports zu folgender Überlegung gekommen:
    Weil Inhalte immer leichter verbreitet werden können, wird im Rahmen der „digital media literacy“ kritisches Denken dahingehend noch wichtiger, die Qualität eines Inhaltes zu beurteilen. Da dies oft über die Glaubwürdigkeit der Quelle geschieht, ist auch online korrektes Zitieren (tracking von content) von Bedeutung.
    Wenn Privatleute und auch Institutionen gleichzeitig in den verschiedensten Foren unterwegs sind und dort auch noch Bewertungen über Inhalte oder bei den badges anscheinend auch über die Leistungen Anderer abgeben, wird es zudem eine ziemliche Herausforderung zu beurteilen, wie vertrauenswürdig die Autoren und Empfelungsgebenden eigentlich sind. Masse (sowohl Anzahl der genutzten Kanäle als Menge des produzierten Inhalts) ist nicht unbedingt gleich Klasse.
    Eine zweite Hersausforderung sehe ich darin, dass man als Nutzer kaum Zeit hat, um all das Lesen zu können, was so produziert wird. Auch nicht wenn einige Leute sogar schon im Gehen lesen und durch diesen “Blindflug” zu echten Verkehrshindernissen werden. Liegt die Lösung in straffem Zeitmanagement oder der bewussten Beschränkung auf einige Kommunikationskanäle? Oder braucht man immer mehr Mut zur Lücke?
    Ich persönlich sehe für mich die Gefahr, mich zu verzetteln und zwar viel zu machen, aber davon nichts mehr gründlich :(

  2. Danke “xuesheng”,
    fürs erste Weiterdenken.

    Nehmen wir also deine Punkte mit auf die Reise durch die Technologien:
    Welche Herausforderungen bringt Technologie XY mit sich, in Hinblick auf Anforderungen an

    - Medienkompetenz in Sachen “Quallität: beurteilen und liefern”
    - Medienkompetenz in Sachen “Auswahl und Organisation von Inhalten.”

    Wie kann Technologie XY dabei unterstützen, diese Kompetenzen zu erwerben? Inwiefern erleichtert / fördert die Nutzung dieser Technologie das Umsetzen dieser notwendigen Medienkompetenz?

    Und dabei den Fokus “Lernen” im Auge zu behalten ist sicher auch nochmal eine Herausforderung ;-)

    Als Beispiele: Bei “Table Computing” lohnt sich eine Betrachtung des Aspekts “Wie organisier ich die Inhalte”, könnte ich mir vorstellen; beim “Internet der Dinge” die Einschätzung der Qualität…

    Mal sehen, was wir zusammen herausfinden…
    Gute Reise uns allen, Jasmin

  3. Hallo Jasmin,
    persönlich würde ich erst mal die Frage stellen: Herausforderung für wen? Den Lehrenden oder dem Studierenden? Und sehe ich mal vom technischen ab, unterscheidet sich das lernen am Tabel-Computer wirklich von dem lernen aus Schulbüchern? Da ich mit meinen 56 Jahren noch gut beide Methoden kenne, würde ich sagen ja und nein. In den Büchern gab es Texte und Bilder, in einigen Fächern ehr als Sekundäliteratur zum vorausgegangenen Unterricht. Der Tabel-Computer – aber auch jeder andere Computer mit Internetzugang, ist natürlich in der Lage gleich erweiterete Texte nach Stichwortsuche zu liefern.Allerdings sollte der Lernende dann auch schon in der Lage sein die exterenen Texte zu beurteilen und zu erkennen was ggf. Unfug ist. Es wäre so am Lehrenden, das Internet vorab zu überprüfen und weiterführende Linkvorschläge zu machen. Was so auf dem ersten Blick das lernen als bequemer erscheinen lässt, macht natürlich mehr Arbeit für den Lehrenden.
    DIe nächste Fragestellung wäre m.E. die Frage nach dem “wofür” werden die neuen Technologien eingesetzt. Es unterscheidet sich da auch ob ein Tabel-Computer im Klassenzimmer/Hörsaal angewandt wird, oder ob ein komplettes Onlinestudium angeboten wird, und folglich deutlich mehr Input verlangt wird. Wird das lernen gelenkt oder sucht sich jeder Interessierte nur die passenen Homepages zusammen? Wir sollten erst mal festhalten von welcher Art der Wissensvermittlung wir in Bezug auf welche Technologie reden. Es würde die Diskussion vermutlich ein wenig erleichtern.
    Gruss
    Andrea

    • Hallo Andrea,
      schönen Dank – nehmen wir also auch mit auf die Reise:
      Prüfen wir Herausforderungen für
      1) Studierende/Lernende
      2) Lehrende

      Ich würde da auch noch weiter unterscheiden: Herausforderungen
      2 a) in der Vorbereitung – für den “Autor” sozusagen – und ggf. 2 b) als Durchführender – Moderator / Tutor, wenn Szenarien einsetzt werden, in denen e-Learning auch die Interaktion mit einem Lehrenden beinhaltet (online oder offline)

      Mit deiner “Forderung” differenziert zu betrachten, wofür die Technologien eingesetzt werden (können), sprichst du mir aus der didaktischen Seele. Das ist für mich der Knackpunkt, weshalb ich nicht so gern über die Technologien einsteige. Aber gut – immerhin haben wir etwas, an dem wir uns entlang hangeln können – und damit den Austausch anzuregen, ist ja schon gelungen ;-)

      Vielleicht nimmst du deine konkreten Tablet-Überlegungen mit rüber in den Block über die Tablets – in dieser ersten Woche reden wir ja noch “meta”… Und es wär schade, wenn es verloren ginge. Viellichst schreibst du (und alle Intressierten) auch Blogartikel, die im OpcO12 Kursblog erscheinen? Das kann ja jeder machen (so war es jedenfalls im OpCO11). Dann können mehr Leute vom Mitdenken profitieren – Blogartikel finden sicher eine größere Leserschaft.

      Ich freu mich drauf! Besten Gruß, Jasmin

  4. Hallo mitsammen,

    zum Thema Technologien und Trends bin ich noch auf einen weiteren Aspekt gestoßen. In seinem Buch “The Shallows. How the internet is changing the way we read, think and remember” (Atlantic Books, London: 2010) schildert Nicolas Carr, dass er sich mit zunehmender Internetnutzung auch offline immer weniger auf längere Texte hat konzentrieren können und sich die Art seines Denken verändert hat.
    Bei mir selber stelle ich ähnliche Tendenzen fest.
    Wenn das allgemein so sein sollte, stellt das einerseits eine Herausforderung an Autoren dar, bei online-Lernangeboten trotz kurzer Inhalts-Häppchen noch einen Sinnzusammenhang erkennbar zu machen. Andererseits könnten sich die Online-Technologien auch auf die gute alte Präsenzschule auswirken bzw. schon ausgewirkt haben und dort mit zur Erklärung der immer häufiger angesprochenen Aufmerksamkeits-Defizite beitragen.

    Gruss
    xuesheng

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