Leser und Adressaten – es lebe der Unterschied!

Jochen Robes stellt in seinem Artikel Google Plus and The Social Media Moonshot   einige Einschätzung von Google+ aus der aktuellen, internationalen Diskussion vor, die seine  Wahrnehmung der Google+Nutzung erweitern.

Besonders spannend finde ich  die Diskussion um die Frage, ob eines der Alleinstellungsmerkmale von Google+, Kreise/Circles bilden zu können, überhaupt einen praktischen Nutzen habe. Oder schaltet nicht ohnehin jeder, der über diese Plattform etwas verbreitet, seinen Artikel auf “Öffentlich”, also für alle sichtbar?

Vielleicht wird die Diskussion um Google+ (und auch um andere Netzwerke) doch zu sehr aus Sicht derer betrachtet, die Input geben. (Ist das symptomatisch? Wird reingegeben, aber nicht gelesen? Das Lurking-Problem in anders herum?)

Ich möchte hier die Perspektive der Leser/Adressaten beleuchten – weil eben nicht jeder Leser ein Adressat ist:  Wer seinen Beitrag für den einen oder anderen Kreis freischaltet, hat sich Gedanken darüber gemacht, wen dieser Beitrag interessieren kann. Gute Idee, oder? Warum sollte man darauf verzichten? Weiterlesen

I like Buttons / +1 Bewertungen / Klout-Scores – Was machen wir aus unserer Freiheit?

Neustart!

Es ist vollbracht, dieser Blogpost ist der erste, den ich auf meiner neu gestalteten Homepage veröffentliche (die anderen, die hier zu sehen sind, habe ich von http://jasminhamadehopco11.wordpress.com/ hierher umgezogen).

Und das soll jetzt auch gleich mein Auftakt sein – zum regelmäßigen aktiven, beitragenden Leben im Web 2.0. – Fokus e-Learning-Austausch.

Und beim Nachdenken darüber, was ich an welchen Stellen sinnvollerweise beitrage, wo ich von Beiträge anderer profitiere und wo ich wie netzwerke – alles natürlich auch mit dem Fokus Auftragsaquise – stellen sich mir mal wieder in paar Fragen, die ich gern in die Gemeinschaft geben möchte. Mit einer Frage, mit der ich hoffentlich nicht gleich allen auf den Schlips trete – oder macht das nichts?

I like Buttons / +1 Bewertungen / Klout-Scores:  Sinn und Folgen solcher Bewertungoptionen

Ich will auch viele Likes! und +1 und gute Umfrageergebnisse, viele Follower auf Twitter, viele Blog-Abonnenten, in vielen Kreisen in Google+ sein, viele Kontakte in XING haben, vielleicht auch in Klout.com sehen und zeigen, dass ich unheimlich viele Leute beeinflusse…
Aber irgendwas behagt mir daran nicht… Weiterlesen

Twitterchat: Spannendes Format!? Moderation? Retweeten?

Danke Webgrrls  für den ersten Twitterchat „Lernen, Lehren, Training“ ,
der u. a. im Nachgang zu Opco11 von Teilnehmern angeboten wurde.

Thema: Brauchen wir noch Kurse oder lernen wir informell?
Termin: 4.8.2011, 17:30 Uhr bis ca. 19 Uhr

Ich profitiere vom Nachlesen (konnte nicht live dabei sein) – schön “alte OpCo-Bekannte” wieder zu sehen – und auch schön zu sehen, dass es da draußen noch mehr Leute gibt, die sich “social media-mäßig” mit Lern- und Lehrthemen beschäftigen.

Mal sehen, ob ich im Gegenzug etwas “reingeben” kann:


Format Tweetchat – technischer Zugang

Als Neuling im Tweetchat (und nicht mal live dabei gewesen… ) hab ich mich erst einmal am Format “abgearbeitet” – vielleicht für potenzielle Teilnehmer weiterer Tweetchats wissenswert: Weiterlesen

Tools jenseits von Google…

Hallo Community! Hallo Community?

Ich arbeite weiterhin – in kleinen Pausen von allem anderen – OpCo11 nach…

Und ein paar Fragen stellen sich mir da – diesmal auf der “Tool-Seite” – zu denen Sie / ihr vielleicht auch Ideen / Meinungen / Erfahrungen haben / habt:

Die Diskussion um Google+ macht mich hellhörig. Zum Glück ist mir gerade  noch eingefallen, dass ich ja bis letztens noch ohne Facebook und XING und Twitter auskam – und sich ein (zumindest potenzieller) echter Gegenwert für den Zeiteinsatz nur einstellt, wenn ich wirklich ausgewählt und wohlüberlegt damit umgehe… Also warte ich ab…. Da habe ich gerade andere Prioritäten.

Aber ich würd mich in Anbetracht der Google-Diskussionen nun gern weniger “in Google einbringen”… Und frage in die Runde: Weiterlesen

Rollenkonflikte? Ja! Nein! (auf dem Weg zum besseren Menschen) / Community? Ja bitte!

und ich dachte, ich hätte meinen letzten OpCo11-Post schon geschrieben…

Aber dann schau ich mir die Aufzeichnung von Mittwoch an… und telefonier mit “mons7″ – mein erstes Gespräch während der OpCo Zeit mit jemandem, der hier aktiv teilnimmt. Das hätte ich viel – viel! – früher schon machen sollen! Ja, bitte postet nochmal den Link zur TN-Liste zum selber Eintragen.

Also noch schnell ein bisschen “Fingernagel-Brand löschen”, bevor hier die Luken zu gemacht werden:

1. Rollenkonflikte Weiterlesen

OpCo und ich: Einstieg Antrieb Wilson Vorschläge Was mach ich draus?

Und noch einen, weil ich nicht weiß, wann ich wieder dazu komme:
Wie geht es mir in und mit OpCo?

Einstieg
Den eigentlichen Einstieg hab ich nicht durch die Bekanntmachungen, die Einladungen, die Themen etc. bekommen, sondern durch ein Missverständnis im Zusammenhang mit dem Veröffentlichen von Blogposts (ich wusste nicht, was gemeint war…), das David Weiß aus dem OpCo Team so freundlich aufgeklärt hat, dass ich dachte, wenn er sich so eine Mühe macht, dann mach ich mir auch welche – und habe einen Blog eingerichtet.

Dass ich den dann auch so aktiv genutzt habe, hat mich selbst überrascht. Da hat OpCo11 wohl genau meinen Hunger nach Input, Nachdenken, Feedback holen / kriegen, Austausch zu E-Learning-Themen getroffen. Weiterlesen

frisch aus der Qualitätsmühle: von hüben nach drüben

oh oh – Woche 11 und ich hänge noch in der Qualitätsmühle… nützt ja nix, da muss ich erstmal durch, vielleicht kommt noch jemand mit? Ich monologisier mal (wieder) ein bisschen ungehemmt:

Warum sollte man sich überhaupt Gedanken dazu machen: Die Verantwortung für den Lernprozess liegt doch mehr und mehr bei den Lernenden.

Tja, irgendwie schon. Aber: Wenn wir Bedingungen schaffen könnten, unter denen Menschen nachhaltiger, motivierter, anwendbarer, reflektierter, einfacher usw. (um nicht zu sagen “besser”…) lernen – wäre das nicht wirklich mal ein sinnvoller Beitrag zur Gesellschaft oder wozu auch immer?

Also los: Ulf Ehlers fragt u. a. in seinem Vortrag am Mittwoch nach einer möglichen “Passung von offenen Lernformen und geschlossenen Institutionen” – und findet damit ein weiteres Bild für den Brückenbau zwischen informellem und formellen Lernen.

Ich schleich jetzt schon eine Weile  um die beiden Pole drum herum und starte im formalen Lernen: Weiterlesen

Können wir Qualität zu selbstorganisierten Lernprozessen hinzu liefern?

Qualität im lebenslangen lernen / Gut lernen.

  • Ich möchte Ziele haben.
  • Ich möchte die richtigen Ziele haben.
  • Ich möchte diese Ziele erreichen.
  • Ich möchte wissen, dass ich die Ziele erreicht habe.

Dann war mein Lernen gut.

Und was brauch ich für einen solchen “guten Lernprozess”?


Gib mir Zwang.

Um eine wirklich komplexe Sache durchzuarbeiten, mich einzuarbeiten, zu reflektieren – so richtig – mit Implikationen für mein und anderer Leuts Leben / Arbeit etc. – brauch ich… nicht v. a. Zeit, sondern “zeitliche Rechtfertigung”.

Jemand muss sagen, dass ich mindestens zwei Tage im Monat / 1 Stunde am Tag (oder so) für Weiterbildung nutzen muss, sonst… (irgendwas, was alle schlimm finden).

Ich muss all den anderen die was von mir wollen sagen können: Ich muss jetzt lernen, die Deadline läuft ab, ihr wisst ja, was sonst passiert… Lernen wird sonst (nach dem Eisenhower-Prinzip) immer Kategorie B sein: sehr wichtig, selbst zu erledigen, aber nicht dringend – und von Aufgaben der Kategorie A (sowohl dringend als auch wichtig) verdrängt. Und dann bleibt mein Lernen an der Oberfläche.


Stand by my side.

Um eine komplexere Sache durchzuarbeiten, mich einzuarbeiten, zu reflektieren – so richtig – mit Implikationen für mein und anderer Leuts Leben / Arbeit – brauch ich… Motivation und Begleitung – auf sozialer und inhaltlicher Ebene.

Jemand muss ab und zu sagen. Danke für deinen Beitrag, an y und z hätte ich selbst nie gedacht. / Achtung, du hast xy nicht mit in deine Überlegungen einbezogen / Schöne Beispiele, das werde ich auch mal versuchen. / Toll, wie du das hinbekommst – mit drei kleinen Kindern, den laufenden Aufträgen und der Akquise, mit Bewerbungen und der Wohnungssuche und und und / Macht Spaß mit dir zu denken. / Unter Punkt 4.3 gehst du von falschen Voraussetzungen aus: …

Sonst schaffe ich den Weg nicht bis zu den “wirklichen Fragen”.


Experten her!

Und dann sitze ich in den Details – und komm nicht weiter, weil ich es einfach nicht verstehe, den Fehler nicht finde – ich komme nicht ans Ziel. Ich brauche Unterstützung von einem, der sich auskennt.


Ich brauch ein Navi

Ich mach mich schlau, wie ich Blogs schreibe, eine Homepage bastel, WIKIs einsetze, wie ich Excel für meine Auftragskalkulation nutzen kann. Und und und…

Mach ich das richtig? Gibt es Regeln, die ich (noch) nicht kenne? Gibt es bessere / effektivere Wege? Gibt es mehr / andere Einsatzmöglichkeiten? Wer kann das beurteilen? Wer kann meine Position bestimmen und mir sagen, auf welchem Weg ich weiter kommen kann? Wie geht mein selbstorganisiertes Lernen weiter, wenn ich nicht mehr weiß, welche Frage ich stellen muss, um weiter zu kommen? Ich brauche


Ja und? Mal wieder eine neue Rolle für uns Lehrende?

Das sind für mich Faktoren, die Qualität im Lernen ermöglichen. Da sind dann die Lernobjekte weniger als zweitrangig.

Und das sind daher auch die Faktoren, die ich in meiner Lehre berücksichtigen möchte. Und deshalb finde ich den Brückenschlag zwischen selbstorganisiertem Lerne und Qualitäts-Sicherungs-Punkten so wichtig.

Wie kriegen wir sowas hin? Können wir “Zwang”, inhaltliche und soziale Begleitung, Expertentum und Standortbestimmung von außen zu selbstorganisierten Prozessen “hinzu liefern”? Das wäre doch auch eine spannende neue Rolle für uns Lehrenden, oder?

Können wir auch in lernzielgesteuerten und strukturierten Lernprozessen ausreichend Raum und Anreiz zum Selbstorganisation geben?

Gibt es ein machbares Dazwischen?
Fragt sich und euch und Sie
Jasmin

PS: Diese Überlegungen überschneiden sich nicht zufällig mit denen zur Frage, ob / wie Medienkompetenz geschult werden soll. Gerade das ist ja ein Bereich, den man klassischerweise selbstorganisiert lernt – und in dessen Kontext sich viele der o. g. Gedanken schon aufdrängten…

vom Micro-Lernen satt geworden

… zumindest bin ich am Ende einer Phase eines (mehr oder weniger) “kollaborativen Verdauungskreislauf aus Web 2.0 Modulen”.

Ich habe die Live-Session mit Martin Lindner nachgearbeitet, Blogposts und Tweets gelesen und denke:

Es geht gar nicht um Micro-Lernen. Es geht – mal wieder – um den Abgesang von Lernen in vorgegebenen Szenarien mit festgelegten Lernzielen (Entschuldigung, das ich das immer noch so nenne, ich komme mir selbst allmählich komisch vor ;-) )

Oder vielleicht weniger polemisch: Micro-Lernen, wie es v. a. im Vortrag vorgestellt wird, hat folgende Prämissen:

  • Es geht nicht um herkömmliches “Lernen”, sondern um “Wissensarbeit”.
  • Über “beiläufige Aufmerksamkeit” soll der “Wissensarbeiter” erreicht werden.
  • Es muss der “Eindruck von Einfachheit erzeugt” werden.
  • “Informationen müssen unangestrengt fließen” und so “automatisches Lernen” mit sich bringen.

Ich glaube sofort, dass das einen Reiz hat, dem ich auch selbst gern mal erliege – und manchmal auch ganz bewusst. Und vielleichtbezahle ich auch manchmal Geld dafür… Weiterlesen