je mehr ich darüber nachdenke… um so weniger gefällt mir der Gedanken, unsere “Teilnehmer” Medienkompetenz zu lehren. Egal ob Schüler, Studierende, Arbeitnehmer, Senioren etc.
Oma Anne kann SMS schreiben, weil sie ihre Kinder und Enkelkinder auch unterwegs erreichen will. Onkel Willi kann sich an Fachforen beteiligen, weil er zu Oldtimerfragen Austausch sucht, Gabi weiß, wie man Fotos über Internet-Galerien verschicken kann, um ihren Auftraggebern Bilder zur Auswahl zeigen zu können, Brigitte und Tom skypen miteinander, weil einer in London und eine in Hamburg ist… All das hat keinen Kurs gebraucht – nur eine relevante Fragestellung der Nutzer.
Die Kompetenz, das ein oder andere Medium / Tool etc. zu nutzen ist die Lösung für ein bestehendes Problem (im weitesten Sinne). Und deshalb “lernt sich das” ganz schnell. Von selbst. In dem Kontext, in dem es für sie relevant ist. Nicht im trocken-Schwimmen vorab.
Also ich kann seit OpCo 11 Bloggen und Twittern, Kurzadressen für URLs erstellen, Etherpads nutzen und mit meinem Handy ins Internet. Alles in den letzten Wochen gelernt… Weil ich es hier – für den Austausch mit euch – brauchen kann.
Und wenn unsere Teilnehmer die eine oder andere Art der Mediennutzung in keinem Kontext selbst lernen – dann wird es ein sehr mühsames, wenig nachhaltiges Unterfangen, sie darin zu schulen. Und vielleicht ist es dann einfach nicht relevant für sie? Schließlich sind die Medien (in der Regel) Mittel und nicht Ziel oder Inhalt.
Oder?
Jasmin (wieder da und streitbereit
)
P.S: Ein anderes Blatt ist die Schulung der Lehrenden – denn:
“Lernen kann jeder (der will) – aber lehren? Das nicht!” – dazu später mehr…
