TOP 4 e-Learning Themen diesen Herbst

“E-Learning-Stand der Dinge” in diesem Konferenz- und Tagungsherbst.

Das “innere Büro” zu verlassen und aufzuschauen, ist ja meist gewinnbringend auf vielen Ebenen. Ich tu das gern in größeren Intervallen – nicht (nur), weil ich es nicht anders schaffe, sondern vor allem, weil ich meine, Entwicklungen auf diese Weise deutlicher wahrzunehmen.

Vier Bereiche, die mich angeregt haben:

  1. Intensive Auseinandersetzung mit “Mobile Learning”
  2. Interessante Wahrnehmungen des Status Quo zum e-Learning Einsatz in der Aus- und Weiterbildung
  3. Weiterhin vergleichsweise wenig moderiete, kooperative e-Learning-Formate
  4. Umgang mit Open Educational Resources (OER)

zu 1)  Intensive Auseinandersetzung mit “Mobile Learning”

Ein Kollege in der e-Learning Beratung für Unternehmen hat seinen Fokus deutlich in Richtung mobile Learning Systeme verlagert. Vor allem Außendienstmitarbeiter brauchen Lösungen, die überall und sofort einsetzbar sind:

  • Keine Hochfahr-Zeiten, kein Einloggen (= die zehn Minuten beim Kunden nutzen können, die man auf den Ansprechpartner wartet)
  • “Learning on the job” durch Ressourcen, auf die man ohne jedes zeitliche/technische Hindernis zugreifen kann.

Das war auch Tenor beim Hamburg-Tag der “Conference Tour Weiterbilden 2.0”  am 17.10.2012.

Nachvollziehbar. Für Außendienstler. Und “Learning on the Job” – auf Baustellen, am Krankenbett etc. Da ermöglicht Mobile Learning einige Lernprozesse erst – andere Lernprozesse werden vereinfacht.

Das Format wird viel diskutiert – auch auf der “Conference Tour“. Vor allem geht es um technische Lösungen und Schwierigkeiten bei der Einführung, die oft auch in erster Linie als technische Schwierigkeiten wahrgenommen werden.

Es ergeben sich beeindruckende technische Möglichkeit. Doch auch hier sollte man die Frage stellen: Sind diese beeindruckenden Lösungen Lösungen für die eigenen Probleme? Bei aller Faszination, sollte man weiterhin “konservativ” auch weiterhin an die Fort- und Weiterbildung denken, die davon profitiert, dass man sich Zeit für den Lernprozess reserviert, an der man an einem Rechner (egal wo, Hauptsache konzentriert) liest, verinnerlicht, reflektiert, Aufgaben löst.

Die Apotheker in unseren Campus Pharmazie-Seminaren z.B. profitieren von der zeitlichen Flexibilität – aber vor allem von der Verzahnung von Brainstorming, Input- und Reflexionsphasen. Wenn ich da einen Wunsch haben darf: Dann bitte, dass diese Lernkultur, die Zeiten zum Nachdenken, zur intensiven Auseinandersetzung und Innehalten fordert, nicht zu den Akten gelegt wird.

Zu 2.) Interessante Wahrnehmungen des Status Quo zum e-Learning Einsatz in der Aus- und Weiterbildung

Im Zusammenhang mit einer Podiumsdiskussion auf der 9. wbv-Fachtagung in Bielefeld am 24. Und 25.10.2012  habe ich mich mit dem Bericht der Projektgruppe Bildung und Forschung der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestags beschäftigt.  Er war auch Thema auf der “Conference-Tour Weiterbilden 2.0
Link zum Bericht PDF – (1,5 MB)

Der Bericht kommt bzgl. des Einsatzes von Informations- und Telekommunikationstechnologien in der Aus- und Weiterbildung zu dem Ergebnis: “Die tatsächliche mehrwertschaffende Nutzung digitaler Medien bleibt allerdings weit hinter den mit dem Einsatz dieser Medien verbundenen Erwartungen zurück.” “Das mit digitalen Medien verbundene Potenzial an informations-, Kommunikations-, Lehr- und Lernmöglichkeiten ist allerdings noch längst nicht ausgeschöpft”. Es wird ausgewertet, wie digitale Lernmedien in der Erstausbildung genutzt werden, welche Auswirkungen sie auf die Struktur und Organisation der Aus- und Weiterbildung haben, welche Rolle überbetriebliche Ausbildungsstätten spielen.

Es ist wahrscheinlich wichtig, einen Status Quo festzustellen, um zu sehen, wo Potenzial liegt, und um Auswirkungen von Fördermaßnahmen messbar zu machen. Doch der dargestellte Status Quo darf nicht als zwangsläufig gesehen werden – und dass Erwartungen an den e-Learning-Einsatz nicht erfüllt werden, ist nicht zwangsläufig eine Aussage über die Möglichkeiten des e-Learning (was der Bericht auch nicht so benennt).

Vielleicht sind auch die Erwartungen unangemessen – oder das Potenzial konnte nicht optimal genutzt werden. Hilfreich wäre ein differenzierter Blick auf e-Learning Formate und deren jeweiligen Nutzen, Aufwand und Anforderungen an die Einführung.

Aus dem aktuellen Bericht kann man als Unternehmen / Weiterbildungsanbieter daraus kaum konkrete Schlüsse ziehen. Was in welchem Maße genutzt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Wer davon ausgeht, zum e-Learning gehören in jedem Fall aufwändige Animationen und Filmproduktionen, kommerzielle Lernplattformen – dann braucht man natürlich auch finanzielle Ressourcen, die sich erst in größeren Unternehmen mit Blick auf größtmögliche Nutzergruppen  aufbringen lassen.

Wer Lösungen in Betracht zieht, in denen nach sorgfältiger Auswahl und Formulierung von Lernzielen auch technisch einfacherer Methoden gefunden werden (z.B. in moderierten kooperativen Formaten), kann damit auch für kleinere Zielgruppen Lernprozesse effektiveren, komfortabler gestalten – oder erst ermöglichen. Das würde in vielen Kontexten einen Einstieg erleichtern und das Potenzial nutzbar machen.

zu 3.) Weiterhin vergleichsweise wenig moderiete, kooperative e-Learning-Formate

Nach wie wird als große Herausforderung im e-Learning die Motivation der Lernenden benannt. Das liegt nicht nur am Format – auch an den Rahmenbedingungen und daran, dass viele Lerner “Geschickte” sind, dich sich nicht selbst für das Angebot entschieden haben.

Was das e-Learning selbst betrifft, setzt man für Motivation viel auf Animationen, ansprechende Aufbereitung, anregenden “Methodenmix” – oft im Sinne von: Wechsel von Text, Bild, ggf. Film, Tests –  obwohl parallel zunehmend wahrgenommen wird, das vielfach schlicht aufbereitetes Material den Lerner stärker und nachhaltiger anspricht (vielfache Hinweise z.B. auf Produktionen der Khan Academy , Common-Craft-Filme  – und deren Überzeugungskraft durch Authentizität und Originalität).

Immer wieder mit großem Staunen wird die Lösung moderierter und kooperativer Lösungen aufgenommen.

Eine moderiertes Format braucht erhebliche Ressourcen, das muss in die Planung und Kalkulation einbezogen werden: So etwas kostet viel Geld – und es muss auch erst einmal jemand gefunden werden, der online-Lernprozesse moderieren kann.

Weil es mein Steckenpferd ist, noch einmal in Kürze: Welchen Mehrwert kann Moderation und ein lernendes Miteinander in online-Lernprozessen gegenüber Lösungen bieten, in denen Lerner  sich zwar jederzeit und überall – aber ohne echtes Gegenüber mit Inhalten auseinander setzen?

  • Ziele auf der Ebene von Handlungs- und Anwendungskompetenz können erreicht und geprüft werden
  • Geringe Drop-Out Rate
  • Einbeziehen individueller Erfahrungen und Denkweisen zum Nutzen aller.
  • Geringere Gefahr, dass fehlerhafte Vorannahmen (“Misconceptions“) nicht erkannt und korrigiert werden.

Abhängig von Zielsetzung und Unternehmenskultur kann dieses Format oftmals von der (und sei es nur der gefühlten) Notwendigkeit entbinden, Lehrmaterial aufwändig zu produzieren – doch vor allem ermöglicht es, bereits bekannte Probleme zu lösen und anspruchsvollere Ziele zu erreichen.

zu 4.) Umgang mit Open Educational Resources (OER)

Aus den Anregungen eines Interviews, um das Monika Zandra im Nachgang zu OPCO 12 http://opco12.de/ gebeten hat, aber auch durch Aktivitäten von Karlheinz Pape  auf der Conference Tour wie auch auf dem Educamp in Bielefeld vor einem Jahr, denke ch immer wieer aktiv über OER nach.

Frau Zandra fragte, was meine Wünsche wären bzgl. OER im Sinne von “Inhalte, die online zur Verfügung gestellt und für den Lernprozess genutzt werden könnten”.

Da das ja alles sein kann, was im Internet veröffentlicht wird, würde ich nicht von außen steuern wollen, auch wenn ich könnte. Aber es wäre begrüßenswert, wenn sich bei “Autoren” zunehmend eine Kultur etablierte, einen Internet-Inhalt als “Veröffentlichung” wahrzunehmen – und also z.B. deutlich zu machen, auf welchen Fakten, Erfahrungen, Grundlagen ihre Aussagen beruhen – und was vorwiegend individuelle Einschätzung / Meinung ist. Ggf. auch, auf wessen Gedanken etwas fußt, Zitate kenntlich machen.

Wünsche würde ich vor allem an Nutzer von Internetquellen richten (die Lehrenden die sie einsetzen, aber auch die “Endkunden”): Inhalte kritisch hinterfragen, mit sich selbst kritisch sein: Welche Vorannahmen bringe ich mit und wie beeinflussen die meine Recherche? Wie kann ich jenseits meiner Vorannahmen ggf. Einblick in eine größere Bandbreite an Perspektiven und Einschätzungen bekommen?

Karlheinz Pape fragt, welche Rolle der Lehrende jenseits der Inhaltsentwicklung sinnvoll ausfüllen könnte? Welche “Learner Services” angeboten werden können, wenn man feststellt, dass Inhalte doch gar nicht mehr produziert werden müssen, weil sie in manchen Fällen bereits in guter Qualität vorhanden sind.

Neben der Rolle des Lernbegleiters, die man ja an vielen Stellen schon seit einigen jahren zu etablieren versucht wird, könnte das in meinen Augen auch sein:

  • die Qualität der Materialien einschätzen helfen,
  • Aspekte einbringen, die ein vollständigeres, kritischeres Bild ermöglichen,
  • den Lernenden klar machen, dass man sich in Hinblick auf online-Inhalte eben nicht viel wünschen kann – sondern von kritischer Nutzung profitiert.

Was sehen Sie in der e-Learning-Welt, wenn Sie das “inneren Büro” verlassen?
Über Fragen oder Anregungen zu meinen “TOP 4″-Themen freu ich mich und
grüße in den Herbst,

Jasmin Hamadeh

e-Learning-Konferenzplanung Herbst 2012

Liebe e-Learning und e-Teaching Mitstreiter/innen,

vielleicht sehen wir uns?

Auf der 9. wbv-Fachtagung in Bielefeld? Am 24. und 25.10.2012.
Ich freu mich neben persönlichen “Bekannten ” (Patricia Arnold, Dörte Giebel, Uli Iberer) sehr auf die vielversprechend praxisnahe Referentenbesetzung – und eine erwartbar engagierte und aufgeschlossene Teilnehmerschaft.

Oder auf der Conference Tour Weiterbilden 2.0 ? Z. B. am 17.10. in Hamburg oder am 27.11. in Berlin?
Wer reine Vortrags-Konferenzen eigentlich interessant, aber zu wenig interaktiv  und wenig vernetzend findet  – andererseits Barcamps für spannend und lebendig hält, aber zu wenig zielgerichtet, könnte hier das Beste aus beiden Welten kriegen. Schauen wir mal.

Ich freu mich auf den Austausch,
vielleicht sehen wir uns hier oder dort…
Jasmin Hamadeh

der LA-Kategorien-Generator

Learning Analytics: Wir sammeln, was mit dem Lernprozess zu tun hat.
So geht es nicht. Denke ich, je mehr ich dazu denke.

Die entsprechenden Seiten im Horizon Report, die Live-Session, Blogbeiträge und weiterfühenden Links / Artikel beziehen sich auf viele sehr verschiedene Dinge. Über die kannman m. E.  nicht generell einen Eimer Datenschutz-Sorge oder Lob auf Lerner-Unterstützung oder Unwohlsein wegen Hochbegabten- oder Lehrpersonal-Zusatzanforderung etc. ausschüttten.

Um was für Kategorien geht es hier? Und warum sind die nicht über einen Kamm zu scheren? Hier ein erster Kategoriesierungsversuch:

A Zielpersonen im Fokus der Datensammlung / Analyse

  1. der einzelne Lerner
  2. eine “Lern-Kohorte” (Teilnehmer eines Seminardurchlauf, eine Klasse zu einer Lerneinheit u. ä.)
  3. übergreifend: alle Teilnehmer eines Seminars / Programms / einer Lehrveranstaltung – in all seinen oder mehreren Durchläufen)

B Auswerter: Für wen werden die Daten oder die Ergebnisse der Analyse in erster Linie erstellt?

  1. für den individuellen Lerner
  2. für den Lehrenden
  3. für die Bildungsanbieter
  4. für allgemeinere Forschungungszwecke

C Zielrichtung: Was soll mit der Analyse erreicht werden?

  1. Bewertung des Lernfortschritts/-erfolges
  2. Vergleich der Leistungen
  3. Rechtzeitig über mögliche Lernschwierigkeiten infomiert sein
  4. Informationen zur Nutzung einzelner Funktionen / Bereiche bekommen (> Optimierung)
  5. Teilnehmer-Vorwissen einbeziehen

Die Elemente dieser drei Kategorien können kombiniert werden:

Die klassische Fragestellung “Kann ein Zertifikat ausgestellt werden?” führt z. B. zur  Betrachtug der Kombination: Zielpersonen im Fokus: einzelner Lerner; Auswerter: Lernerfolg; Zielrichtung: Bewertung des Lernerfolgs

Oder eine Frage wie  “Sollen wir weiterhin in paralleles Bereitstellen von HTML- und PDF-Versionen des Lehrmaterials investieren?” führt  zu einem kombinierten Blick auf: Zielpersonen im Fokus: übergreifend; Auswerter: für Anbieter; Zielrichtung: Informationen zur Nutzung einzelner Funktionen / Bereiche bekommen (> Optimierung)

Bereiche: Tradition – Potenzial – Grau

Tradition: Daraus ergeben sich Bereiche, die es immer schon gab – und oft aus offenkundiger Notwendigkeit, wie Feststellen des Lernerfolgs, um erfolgreiche Teilnahme zu bescheinigen – oder rechtzeitig den Lerner und/oder den Lehrenden auf mögliche Schwierigkeiten aufmerksam zu machen.

Potenzial: Dann ergeben sich neue Potenziale – wie bei der Auswertung des Nutzungsverhaltens durch Auszählen der Klicks und Informationen, von welchen Seiten zu welchen anderen User gehen – im anonymisierten Verfahren bei angemessener Erhebungsmenge sollte das kein Datenschutzproblem sein. Aber auch bezogen auf einzelne Lerner: Z. B. Erreichen die anderen Kursteilnehmer und die Lehrenden ihn über die Lernplattform oder betritt er die Plattform gar nicht?

Grau: Das ist vielleicht schon der Übergang zur Grauzone, wie hier und dort beschrieben: Was macht man mit Informationen über Zeiten, Zeiträume oder Orte des Lernens – in Kombination z. B. mit Blick auf Lernerfolg im Vergleich innerhalb der Gruppe? Kann man wirklich beurteilen, was die Daten bedeuten? Sind sie so vollständig/aussagekräftig, wie man meinen könnte?  (Warum sollte jemand nachts schlechter lernen als tagsüber? Was bedeuten geringe online-Zeiten – wenn jemand  alle Forenbeiträge / Texte ausgedruckt im Zug liest? etc.)

Was kann helfen, mit der Grauzone umzugehen?  Ich sammel hier v. a. schon genannte Aspekte: Verantwortungsvolle, weitsichtige Analyse; Respekt vor Datenschutz; unbedingte Transparenz den Teilnehmern gegenüber.

Fazit

Vielleicht hilft eine z. B. auf diese Weise differenzierende Herangehensweise, genauer zu bestimmen, was unter welchen Bedingungen für wen hilfreich, notwendig oder legitim ist.

Manche Einschätzung mag nur zutreffen für den Bereich Zielpersonen im Fokus: “eine Lern-Kohorte”, anderes nur für Auswerter “Lerner” – wieder anderes nur für die Kombination aus A2 und B3 und C2 etc.

Willkommen, wer hier die LA-Kategorien mitdenken, ausbauen oder umbauen mag.

“Mit diesem Thema verlassen wir die Komfortzone”, sagt Jochen Robes einleitend in der Live-Session. Prima! Das fühlt sich gleich viel OpCo-iger an…

Es grüßt
Jasmin Hamadeh

Social Media 2011: Top oder Flop?

Heute ohne Schnörkel – direkt in SocialMedia Res:
Social Media 2011- was sollte das? Für mich “Top” – na, sagen wir “Tlop”…

In Phasen des Erkundens / der Recherche (z. B. Erweitern meines eLearning Horizonts, was Einsatzzwecke, Lernorte, Anwendungen betrifft) ist für mich das Treiben auf SocialMedia bewegten Wellen das Ergiebigste und Spannendste, was mir je untergekommen ist. Mit besonderer Freude über sowohl das Wort als auch das Phänomen “Serendipity“. Da wüsste ich zwar keine Messlatte, aber das Treiben in Tweets und Posts erscheint mir bei allgemeinen Fragestellungen/Felderkundungen sogar besonders effizient. Weiterlesen

Social Media meets formale Weiterbildung – freudvoll und sinnvoll

Zehn Tage offline und 20 Tage keine Web 2.0 Interaktivitäten…
Aber nun ist der Urlaub vorbei und ein schöner Förderantrag geschrieben – ich bin wieder da. Und freue mich auf den Wiedereinstieg mit euch und Ihnen in meinem Blog.

Was hab ich aus der “Abstinenz” gelernt:
Es passiert nichts Schlimmes – und nicht einmal etwas erkennbar Relevantes, wenn ich online mal nichts Sichtbares tue. Ist das gut oder schlecht oder was?

Aber nun darf gern wieder erkennbar Relevantes passieren ;-) also zurück zu liebgewonnenen Baustellen:

Social Media meets formale Weiterbildung: SzenarienKatalog – freudvoll und sinvoll Weiterlesen

WIKIs in der Lehre – gar nicht schnell und auch nicht einfach – aber trotzdem/deshalb…

Heute mal nicht v. a. Social Media Reflexion, sondern inhaltlicher Input als Heimspiel – das macht mal ja auch wieder Freude!

Danke an Cogneon Akademie für die kurzweiligen 10 Minuten über Wikis, ihre Geschichte und ihren Einsatz in Unternehmen. Ein schöner kurzer Überblick, finde ich.

Cogneon legt in den Ausführungen zum Einsatz den Fokus auf die Nutzung von Wikis im Unternehmenskontext – und ich möchte das gern um Wikis in der Lehre ergänzen.

Oftmals ist es ja sehr gewinnbringend Tools ein bisschen “gegen den Strich zu bürsten” und statt auf die beabsichtigte Nutzung auf das zu schauen, was man didaktisch betrachtet draus machen kann. Ich liebe Denkweisen, die dazu führen, Virtual Classrooms mit Aufzeichnungsmöglichkeit als Film-Erstellungs-Tool zu nutzen, Twitter als Gruppen-Chatraum, ein Weblog als Aufgabenverwaltungs-Tool etc.

Aber zurück zum Wiki in der Lehre: Weiterlesen

Crossposting: Wie finden wir das?

“Crossposting ist generell schlecht” – sagt Lore Reß auf meine Frage in einem Google+ Beitrag. Ich frage dort sinngemäß: Wenn ich einen Artikel per Feed, Twitter und Google+  verbreite – trägt das zur Qualität meines virtuellen sozialen Netzwerkes bei oder mindert es die Qualität.

Gehen wir der Einfachheit halber erst einmal davon aus “Crossposting” ist schlicht das Verbreiten einer Nachricht über mehrer Online-Kanäle. Differenzierteres dazu weiter unten.

Und erstmal ist das genau das, was ich auch empfinde. “Crossposting ist schlecht.” Ich mag es nämlich auch nicht, wenn sich mir jemand auf allen Kanälen aufdrängt. Und ich mag es überhaupt gar nicht, wenn Diskussionen an verschiedenen Stellen stattfinden und für Autor und Leser nicht ohne größere Mühe zusammen geführt werden können. So wie es hier gerade passiert… Was ich ja selbst verursacht habe.

Ich möchte diesen Anlass nutzen, hier weiter über Social Network-Strategien nachzudenken – und hoffe, Lore Reß, Ihnen ist das nicht unrecht.  Weiterlesen

Soziale Netzwerke: Happen 1 2 3 – wie macht man daraus Qualität?

Heute lasse ich Cogneon (eine Weiterbildungsakademie) mein Nachdenken über Soziale Netzwerke lenken, das OpCo11 (eine offene online-Conference Mitte des Jahres, zum Thema Zukunft des Lernens) in mir losgetreten hat.

Die zweite online-Lektion des Cogneon-Web 2.9 Führerscheins “Soziale Netzwerke” ist raus – 10 Min Folien-Vortrag + Linktipps (kostenlos anzuschauen). Dank an Simon Dückert für die Zusammenstellung.

Ich habe ins Lesen und Nachlesen eine Stunde investiert und möchte folgende Erkenntnishappen teilen: Weiterlesen

Leser und Adressaten – es lebe der Unterschied!

Jochen Robes stellt in seinem Artikel Google Plus and The Social Media Moonshot   einige Einschätzung von Google+ aus der aktuellen, internationalen Diskussion vor, die seine  Wahrnehmung der Google+Nutzung erweitern.

Besonders spannend finde ich  die Diskussion um die Frage, ob eines der Alleinstellungsmerkmale von Google+, Kreise/Circles bilden zu können, überhaupt einen praktischen Nutzen habe. Oder schaltet nicht ohnehin jeder, der über diese Plattform etwas verbreitet, seinen Artikel auf “Öffentlich”, also für alle sichtbar?

Vielleicht wird die Diskussion um Google+ (und auch um andere Netzwerke) doch zu sehr aus Sicht derer betrachtet, die Input geben. (Ist das symptomatisch? Wird reingegeben, aber nicht gelesen? Das Lurking-Problem in anders herum?)

Ich möchte hier die Perspektive der Leser/Adressaten beleuchten – weil eben nicht jeder Leser ein Adressat ist:  Wer seinen Beitrag für den einen oder anderen Kreis freischaltet, hat sich Gedanken darüber gemacht, wen dieser Beitrag interessieren kann. Gute Idee, oder? Warum sollte man darauf verzichten? Weiterlesen

I like Buttons / +1 Bewertungen / Klout-Scores – Was machen wir aus unserer Freiheit?

Neustart!

Es ist vollbracht, dieser Blogpost ist der erste, den ich auf meiner neu gestalteten Homepage veröffentliche (die anderen, die hier zu sehen sind, habe ich von http://jasminhamadehopco11.wordpress.com/ hierher umgezogen).

Und das soll jetzt auch gleich mein Auftakt sein – zum regelmäßigen aktiven, beitragenden Leben im Web 2.0. – Fokus e-Learning-Austausch.

Und beim Nachdenken darüber, was ich an welchen Stellen sinnvollerweise beitrage, wo ich von Beiträge anderer profitiere und wo ich wie netzwerke – alles natürlich auch mit dem Fokus Auftragsaquise – stellen sich mir mal wieder in paar Fragen, die ich gern in die Gemeinschaft geben möchte. Mit einer Frage, mit der ich hoffentlich nicht gleich allen auf den Schlips trete – oder macht das nichts?

I like Buttons / +1 Bewertungen / Klout-Scores:  Sinn und Folgen solcher Bewertungoptionen

Ich will auch viele Likes! und +1 und gute Umfrageergebnisse, viele Follower auf Twitter, viele Blog-Abonnenten, in vielen Kreisen in Google+ sein, viele Kontakte in XING haben, vielleicht auch in Klout.com sehen und zeigen, dass ich unheimlich viele Leute beeinflusse…
Aber irgendwas behagt mir daran nicht… Weiterlesen