10. wbv-Fachtagung: Welche Rolle spielt die Didaktik im Web?

Nein, ich werde nicht den Pro-Didaktik-Part übernehmen im Streitgespräch der Fachtagung des W. Bertelmann Verlags am 21.10.2014 in Bielefeld, wenn die Rolle der “Didaktik im Web” diskutiert wird. Auch wenn Martin Lindner dabei ist, mit dem ich dieses Rollenspiel ja bereits mehrfach erprobt haben :-)

Meine persönliche Zusammenfassung der entsprechenden Diskussionen mit Links zu den Orten des Austauschs: http://www.jasmin-hamadeh.de/wer-darf-eigentlich-lernprozesse-gestalten/

Diesmal freue ich mich sehr darauf, den Dialog zwischen Martin Lindner und Lars Kilian moderieren zu dürfen. Wir laufen uns auf Twitter gerade warm dazu…

wbvft_didaktik_01Ihr und eurer Einmischen ist erwünscht. Gebt mir gern mit:

Welche Frage wollt ihr jemandem stellen, der der Meinung ist, das Internet ist ein guter Lernort, aber:

  • Didaktik stört da nur. (Wobei ich icht weiß, ob Martin Lindner das so sagen würde? > Würdest du, Martin?)
  • ohne Didaktik ist es kein Lernmedium.

Sehr sehr gern darf das Gespräch Bezug zum echten Leben haben… Gebt gern mit rein:

  • Hat jemand von euch im Web schon irgendwo Didaktik gesehen? Bitte um Fundstellen!
  • Oder: Was habt ihr vor Augen, wenn jemand von “Didaktik im Web” sprecht?
  • Ist es absurd, “Lernen im/mit dem Web” von Didaktik loszukoppeln?
  • Nervt die Diskussion? Was sollte man in dem Kontext gewinnbringender diskutieren?

Füttert gern hier ein oder per Mail oder helft auf Twitter, “die Kraft der Gemeinschaft” nutzbar zu machen, z.B. über #wbvft : Ich gebe erst einmal fünf Tweets “zum Warmlaufen rein”.

Auf praxisnahen Austausch mit “Erkenntnis to go” freut sich
Jasmin Hamadeh

Ein Gedanke zu “10. wbv-Fachtagung: Welche Rolle spielt die Didaktik im Web?

  1. Das hier war die erste Formulierung der Grundthese:

    “Didaktik ist der Name für Ersatzhandlungen und Not-Kunstgriffe, die angewandt werden, wenn eine Lernsituation (u.a. auch aus medialen Gründen) blockiert & von realem Lernen entfremdet ist. D. dient als abergläubische Übersprungshandlung v.a. der Selbstberuhigung der lehrenden Instanzen.

    [Nachtrag: ... und erzeugt einen Über- oder eher Mittelbau, der den eigentlichen Lernprozess verunklart und ablenkt, mit sekundären Strukturen und sekuindären Zielen überlagert, Aufmerksamkeit frisst ...]

    “Reales Lernen” (“real” im Sinne von: außerhalb didaktischer Situationen) ist gekennzeichnet durch:

    - aktive Suche nach und Aneignung von einer klaren, schlüssigen Darstellung eines gegebenen Sachverhalts (Problems usw.) durch die Lernenden. Diejenigen, die solche klare, schlüssige Darstellungen zuerst einmal sich selbst geben, sind Fachleute, Communities bzw. selbst Lernende (was sich nicht widerspricht).

    - Konversation, direkten Austausch und aktives Fragen zwischen solchen Menschen, die wissen wollen, und solchen Menschen, die antworten, erklären, Material beisteuern.

    Was davon nicht abgedeckt ist, ist Design als Herstellen von Umgebungen, die es Lernenden eben erlauben und leichter machen, aktiv zu recherchieren, zu rekonstruieren und sich anzueignen bzw. mit Peers und Fachleuten zu kommunizieren.

    Solches Design ist dazu da, für konkrete, einzelne Lernende diejenigen Blockaden möglichst aufzuheben, die eine gegebene institutionelle und/oder mediale Situation von “realem Lernen” in kleinen Gruppen vor Ort trennen.”

    Die ausführlichere, relativ seriöse Version der Thesen findet sich im folgenden frei downloadbarem Buch (pdf) ab S. 40:

    Der vhs-MOOC 2013. Wecke den Riesen auf. (wbv-Verlag)
    http://www.wbv.de/openaccess/artikel/6004409w

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